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Algerien bricht diplomatische Beziehungen zu Emiraten ab
Das nordafrikanische Algerien bricht die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ab. "Sämtliche Wege, um die bilateralen Beziehungen zu erhalten, wurden erschöpft", teilte das algerische Aussenministerium laut der Staatsagentur APZ mit.
Konkrete Gründe für den Abbruch der Beziehungen wurden nicht genannt. Die Emirate handelten "zunehmend provokant und feindlich", hiess es ohne weitere Details. Das Verhalten der VAE sei "bedauerlich und ungerechtfertigt".
Der emiratische Botschafter in Algerien, Jussif Saif al-Ali, sei im Aussenministerium über die Entscheidung informiert worden. Er habe 48 Stunden Zeit, die Abreise seiner Mitarbeiter und deren Familien aus dem Land zu veranlassen. Von den Emiraten gab es zunächst keine Reaktion.
Algerien wirft dem mächtigen Golfstaat unter anderem vor, in Algeriens südlichen Nachbarländern Mali und Niger die dortigen Militärregierungen zu unterstützen, um Algiers Einfluss zu schwächen. Algerien betrachtet auch die Nähe der Emirate zu Israel - die beiden Länder normalisierten ihre Beziehungen im Jahr 2020 - sowie zum Erzfeind Marokko zunehmend mit Unmut, auch weil Abu Dhabi den marokkanischen Anspruch auf die Westsahara unterstützt. Algeriens Präsidenten Abdelmadjid Tebboune hat dem Land zudem vorgeworfen, sich in algerische Wahlen einzumischen.
Algerien und die Emirate sind arabisch und islamisch geprägte Staaten, die beide auch Mitglied in der Arabischen Liga sind.

















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