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Ausland
Keystone-SDA | Mittwoch, 23. September 2026

Alibaba baut Rechenzentren in Europa und Nahost aus

Der chinesische Technologiekonzern Alibaba treibt den Ausbau seiner Rechenzentren im Ausland voran. In den kommenden zwölf Monaten will der Konzern insbesondere seine Kapazitäten in Europa und im Nahen Osten erweitern, wie Alibaba am Mittwoch mitteilte.

Erstmals sollen sogenannte Cloud-Regionen in der Türkei, Finnland und den Niederlanden entstehen. Gleichzeitig will Alibaba seine bestehenden Rechenzentren unter anderem in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten ausbauen. Auch in Malaysia und Hongkong sind Erweiterungen vorgesehen.

Alibaba gehört mit seinem Modell Qwen zu den führenden chinesischen Anbietern von künstlicher Intelligenz (KI). Konzernchef Eddie Wu kündigte an der jährlichen Unternehmenskonferenz in Hangzhou zudem an, ein besonders leistungsfähiges KI-Modell mit fünf bis zehn Billionen Parametern trainieren zu wollen. Damit wäre es den Angaben zufolge um ein Mehrfaches grösser als das derzeit grösste chinesische Modell.

Immense Rechenkapazität

Bis 2032 strebt Alibaba für seine Rechenzentren weltweit eine Kapazität von mehr als 20 Gigawatt an. Die angestrebte Rechenzentrumskapazität entspricht leistungsmässig etwa 20 grossen Kernkraftwerken.

Zudem stellte der Konzern mit dem Zhenwu V900 einen neuen KI-Chip vor. Wu bezeichnete ihn als den "leistungsstärksten Chinas".

Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund des Technologiekonflikts zwischen China und den USA. Washington beschränkt den Export hochentwickelter Chips, die für leistungsfähige KI-Systeme benötigt werden. Davon betroffen sind auch besonders fortschrittliche Halbleiter des US-Chipherstellers Nvidia.

China strebt deshalb eine grössere technologische Unabhängigkeit an. Chinesische Unternehmen setzen zunehmend auf Chips aus heimischer Produktion als Alternative zu ausländischen Produkten.

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