Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Am Anfang steht ein Foto: Shirana Shahbazi im Kunstmuseum Luzern
Das Kunstmuseum Luzern zeigt bis am 18. Oktober Werke der Fotografin Shirana Shahbazi. Die Ausstellung "All at Once" strotzt vor Vielfalt und Farben. Raumgestaltende Elemente von Li Tavor sorgen für Verwirrung.
Fanni Fetzer, Direktorin des Kunstmuseums Luzern, bezeichnete am Freitag vor der Vernissage die Sommerausstellung als "visuelle Überforderung". Shahbazi geht bei ihrer Arbeit zwar von Fotos aus, wendet dann aber eine grosse Vielfalt an Techniken an, um aus diesen neue Werke zu schaffen. Dazu gehören Doppelbelichtungen, Lithografien oder Plakatmalereien.
Am besten zu sehen ist die auch im Ausstellungsnamen "All at Once" angesprochene Vielfalt in einem grossen, mit älteren farbigen Werken von Shahbazi dicht behängten Ausstellungsraum. Man glaubt, Bilder verschiedener Künstlerinnen und Künstler vor sich zu haben.
Latexbahnen verstellen den Blick
Gestaltet werden die Ausstellungsräume des Kunstmuseums nicht nur durch die Werke von Shahbazi, sondern auch durch Interventionen von Li Tavor. In einem kleinen Ausstellungsrum hängen dessen grossen Latexbahnen, welche den Blick auf die Werke von Shahbazi verstellen. In anderen Räume sind es halbtransparente Spiegel, die den Betrachter herausfordern und in den Raum miteinbeziehen.
Fetzer bezeichnete die Ausstellung "All at once" als Standortbestimmung. Die letzte Überblicksausstellung von Shahbazi zeigte 2014 die Kunsthalle Bern. Werke von Shahbazi sind auch an Gebäuden zu sehen, so im Schulhaus Wylergut in Bern oder temporär am Baugerüst des Zürcher Grossmünsters, das derzeit saniert wird.
Shahbazi stammt aus Teheran. Sie studierte in Dortmund und Zürich Fotografie. Heute lebt sie in Schlieren. In ihre Luzerner Ausstellung nahm sie auch Werke der iranischen Künstlerinnen Monir Shahroudy Farmanfarmaian und von Mastaneh Kamyab auf.

















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