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Antonelli nutzt Norris' Pech bei Premiere in Madrid
Kimi Antonelli gewinnt das erste Formel-1-Rennen in Madrid. Der WM-Leader im Mercedes siegt vor Max Verstappen und Titelhalter Lando Norris und profitiert dabei vom Pech des Weltmeisters.
Eine Woche nach seinem beeindruckenden Sieg im Heimrennen in Monza kann Kimi Antonelli bei der Premiere auf dem Circuito de Madring gleich nachlegen. Sein Triumph im Grand Prix von Spanien fällt allerdings weitaus unspektakulärer aus, denn statt einer Aufholjagd von Startplatz 19 sind diesmal eine konzentrierte Leistung und ein bisschen Glück ausschlaggebend.
Der grosse Verlierer des mit Spannung erwarteten Rennens in Madrid ist Lando Norris. Der Weltmeister konnte seine gute Ausgangslage nach der Eroberung der Pole-Position im aktuell schnellsten Auto des Feldes nicht zu seinem dritten Saisonsieg - dem dritten in den letzten vier Rennen - nutzen.
Dabei war viel Pech im Spiel. Der Engländer führte das Rennen im McLaren bis zu einer virtuellen Safety-Car-Phase in Runde 15 souverän vor Antonelli an. Doch während der Neutralisierung verpasste es Norris knapp, in die Boxengasse abzubiegen. Die Konkurrenz dahinter nutzte die temporeduzierte Phase hingegen für ihren Reifenwechsel. Just als Norris eine Runde später an die Box abbog, wurde das Rennen wieder freigegeben. Weil danach auch noch sein Stopp komplett missriet, verlor er zusätzlich Zeit und fiel bis auf Position 5 zurück.
Leclercs Poker geht nicht auf
Später erlebte Norris einen Schreckmoment, als er mit seinem linken Vorderreifen die Wand touchierte. Am Ende schaffte der Titelverteidiger immerhin noch als Dritter den Sprung aufs Podest, nachdem er in der Schlussphase vergeblich versucht hatte, am vor ihm liegenden Max Verstappen im Red Bull vorbeizukommen.
Im Kampf um den Sieg kam nur bedingt Spannung auf. Charles Leclerc im Ferrari führte das Rennen über lange Zeit an und sehnte sich nach einer weiteren Safety-Car-Phase, um sich an der Spitze zu behaupten. Dieses Glück blieb ihm aber verwehrt. Acht Runden vor Schluss legte Leclerc seinen verpflichtenden Reifenwechsel ein. Antonelli übernahm Platz 1 und fuhr ziemlich ungefährdet seinem zweiten Sieg in Folge entgegen.
Kaum Überholmanöver, keine Unfälle
Was vor der Premiere in der spanischen Hauptstadt als riskantes Rennen auf einem schnellen, engen Kurs mit hoher Unfallgefahr galt, verlief deutlich unspektakulärer als erwartet. In den 57 Runden gab es keinen einzigen Unfall. Alle vier Ausfälle waren technischen Problemen geschuldet.
Davon betroffen war auch Lewis Hamilton, der mit seinem Ferrari mit Bremsproblemen zu kämpfen hatte und sein Auto deshalb bereits früh abstellen musste. Für den siebenfachen Weltmeister ist das besonders bitter, verliert er in der WM-Wertung doch weiter an Boden.
Derweil baute Antonelli seine Führung mit seinem achten Sieg im 14. Grand Prix der Saison weiter aus. Er liegt nun 81 Punkte vor seinem zweitplatzierten Teamkollegen George Russell, der sich in Madrid hinter Leclerc mit Rang 5 begnügen musste. Hamilton liegt als Dritter bereits 101 Punkte zurück, was umgerechnet vier Grand-Prix-Siegen entspricht. Norris folgt mit 106 Punkten Rückstand auf Antonelli auf Platz 4.
In zwei Wochen steht in Aserbaidschans Hauptstadt Baku das nächste von noch neun ausstehenden Grand-Prix-Wochenenden an.


















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