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Keystone-SDA | Dienstag, 05. Mai 2026

Arbeit in der Pflege erfüllt, lässt aber wenig Platz für Privates

Berufstätige in der Pflege sind gemäss einer neuen Studie führend bei der Arbeitszufriedenheit. Acht von zehn Beschäftigten gaben an, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen.

Bei der Vereinbarkeit mit dem Privatleben scheint es aber noch Verbesserungspotenzial zu geben. Insgesamt attestierte die Studie des Forschungsinstituts Sotomo, die am Dienstag veröffentlicht wurde, der Pflegebranche die höchsten Zufriedenheitswerte. Dabei konnten kaum Unterschiede nach Geschlecht festgestellt werden.

Anders aber beim Alter: Ältere Arbeitnehmende empfinden laut der Studie häufiger ein Gefühl der Erfüllung und des Stolzes. Dieses Gefühl sei für ein erfülltes Arbeitsleben mitunter entscheidend.

Der Studie zufolge empfindet fast die Hälfte der Erwerbstätigen bei ihrer Arbeit viel oder sehr viel Stolz. Wieder erreichten hier die Pflegeberufe besonders hohe Werte. Und auch bei der Bewertung der Jobsicherheit führten Pflege und Medizin - gefolgt von sozialen Berufen, dem Baugewerbe und der öffentlichen Verwaltung.

Mit dem Lohn allein ist es nicht gemacht

Wichtig für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz seien aber nicht nur die Sinnhaftigkeit und Erfüllung im Beruf. Auch strukturelle Rahmenbedingungen müssen gemäss der Studie gegeben sein. Diese bewerteten Berufstätige aus der Pflegebranche weniger positiv. Insbesondere bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben soll es laut Studie hapern.

Auf eine gute Work-Life-Balance legte fast die Hälfte der befragten Erwerbstätigen (47 Prozent) Wert, wie es weiter hiess. Fast ebenso wichtig schienen ihnen abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben zu sein (44 Prozent) sowie die Möglichkeit, Positives bewirken zu können (38 Prozent). Der Lohn sei den Befragten nicht unwichtig, belege aber erst den vierten Platz.

Die Studie wurde im März 2026 im Rahmen der Kampagne "Mach Karriere als Mensch" vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführt. Hinter der Kampagne stehen die Trägerorganisationen Artiset, Spitex Schweiz und OdASanté. Unterstützt wurde sie vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Für die Umfrage wurden mehr als 4300 Erwerbstätige in der Schweiz sowie Pensionierte befragt.

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