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Arbeiten am Euroairport Basel sind dank gutem Wetter fast fertig
Die Sanierungsarbeiten am Basler Flughafen sind dank gutem Wetter fast abgeschlossen. Für die Erneuerung der Hauptpiste wurden rund 16'000 Kubikmeter Beton verbaut, wie es an der Besichtigung der Baustelle am Mittwoch hiess.
Die Hauptpiste wird betoniert, weil Beton widerstandsfähiger ist als Asphalt, wie Euroairport-Sprecherin Manuela Witzig erklärte. Allerdings trockne er langsamer als Asphalt, weshalb man sich für eine Vollsperrung und gegen Nachtarbeiten entschieden habe. Laut Witzig hätte die Sanierung sonst sieben Jahre gedauert. Der neue Belag soll nun rund 30 Jahre halten.
Am Mittwoch waren die grossen Betonarbeiten bereits abgeschlossen, wie es weiter hiess. Zu Spitzenzeiten seien täglich bis zu 1000 Arbeiter mit 400 Maschinen am Werk gewesen, erklärte Bauleiter Marc Morlet. Die grossen Baumaschinen hätten die Baustelle am Morgen verlassen.
Neben der Hauptpiste wird auch der Taxiway Bravo saniert. Es ist die lange Rollbahn, die vom Terminal-Gebäude parallel zur Hauptpiste verläuft. Da diese nicht die Schocks von Landungen absorbieren muss, wird er asphaltiert. Laut Morlet wurden 40'000 Tonnen Asphalt verbaut.
Der Euroairport investiert 40 Millionen Euro in die Sanierung, wie Witzig angab. Die Baustelle und das Erlebnis, auf der Piste zu stehen, seien etwas ganz Besonderes. Allerdings freue man sich als Flughafen natürlich darauf, dass wieder geflogen werde. Die Piste soll am 20. Mai geöffnet werden.
Flüge umgeleitet
Während der Arbeiten wird der stark reduzierte Verkehr auf dem Flughafen über die von Westen nach Osten verlaufende Sekundärpiste abgewickelt. Bei dieser gibt es aber eine Reihe von Einschränkungen, wie Witzig im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte.
Die Piste könne einerseits bei schlechten Sichtverhältnissen nicht angeflogen werden, weil sie nicht mit dem Instrumentenlandesystem ausgestattet sei. Andererseits, und das habe sich in den vergangenen Tagen mit zahlreichen umgeleiteten und abgesagten Flügen gezeigt, seien die Restriktionen bei Wind strenger.
Die kürzere Piste könne nämlich sowohl bei Starts wie auch bei Landungen nur von Westen her genutzt werden. Bei Wind aus dem Westen, also Rückenwind für die Flugzeuge, bestehe im schlimmsten Fall das Risiko eines Strömungsabrisses. Die Airlines würden selber Sicherheitsregeln erlassen und am Ende die Pilotinnen und die Piloten entscheiden lassen.

















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