Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Auch gegen Jordanien will der Trainer durchwechseln
Im Testspiel gegen Jordanien will Nationaltrainer Murat Yakin nochmals alle zur Verfügung stehenden Spieler auf dem Platz sehen. Drei Akteure fallen für die Partie am Sonntag aus.
Zu den Spielern, die nicht zum Einsatz kommen werden, gehört Stammgoalie Gregor Kobel. Das bestätigte Yakin an der Pressekonferenz am Tag vor dem Match in St. Gallen. Kobel war in dieser Woche später zum Team gestossen, weil er sich von einer Grippe erholen musste. Gegen Jordanien erhält er nochmals eine Pause, weshalb Yvon Mvogo beginnen wird. Yakin bestätigte zudem, dass geplant sei, den dritten Goalie Marvin Keller zur Pause einzuwechseln. Dieser würde damit sein Debüt im Nationalteam feiern.
Nicht zur Verfügung stehen zudem Noah Okafor, der weiterhin mit einer Wadenverletzung kämpft, sowie Fabian Rieder, der sich im Training am Mittwoch am Knöchel verletzt hat. Langfristig macht sich Yakin jedoch keine Sorgen um die beiden Spieler.
Einsatzchance für Manzambi
Der Ausfall von Rieder führt dazu, dass im offensiven Mittelfeld ein Platz frei wird. Diesen könnte Johan Manzambi übernehmen, der im Nationalteam bisher mehrheitlich auf dem Flügel zum Einsatz gekommen ist, beim SC Freiburg jedoch eine zentralere Rolle bekleidet. Allerdings liess Yakin offen, mit welchem System er gegen Jordanien antreten wird. In den Testspielen im Frühling setzte er zunächst auf ein 4-2-3-1, das in der Qualifikation gut funktioniert hatte, ehe er auf ein 3-4-3 umstellte - die bevorzugte Formation an der EM vor zwei Jahren.
"Mir ist wichtig, nochmals alle Spieler einzusetzen", sagte Yakin. Die elf Wechsel, die ihm zur Verfügung stehen, will er auch gegen Jordanien ausschöpfen. Vor allem die Ergänzungsspieler erhalten damit die Chance, sich für möglichst viele WM-Minuten zu empfehlen.
Warnung vor "Ausnahmespieler" Al-Tamari
Yakin erwartet einen Gegner, der mit einem "tiefen Block" agieren wird. WM-Debütant Jordanien dürfte gegen die favorisierten Schweizer vor allem auf schnelle Konter setzen. Dabei dürfte Mousa Al-Tamari, den Yakin als "Ausnahmespieler" bezeichnet, eine wichtige Rolle spielen. Der Angreifer spielt bei Rennes gemeinsam mit Breel Embolo, zudem sind die beiden privat gut befreundet. Sie hätten in den vergangenen Tagen mehrmals per Video telefoniert, sagte der Schweizer Stürmer.
"Die Spieler Jordaniens sind enorm motiviert und unglaublich stolz, ihr Land an der WM vertreten zu dürfen", so Embolo. Das gelte jedoch auch für sein Team, betonte er. "Wir haben hohe Ziele und sind alle enorm fokussiert."
Auch Yakin unterstrich, dass der Test vom Sonntag sehr ernst genommen werde. Nach dem 3:4 gegen Deutschland und dem 0:0 gegen Norwegen soll der erste Sieg des Jahres eingefahren werden. "Es wäre sehr wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die USA zu reisen", sagte Yakin.
Die möglichen Aufstellungen
Schweiz - Jordanien
Sonntag, 15.00 Uhr. - St. Gallen. - SR Saggi (NOR).
Schweiz: Mvogo; Widmer, Akanji, Elvedi, Rodriguez; Freuler, Xhaka; Ndoye, Manzambi, Vargas; Embolo.
Jordanien: Abulaila; Nasib, Al-Arab, Abualnadi; Haddad, Al-Rashdan, Jamous, Abu Taha; Al-Tamari, Sabra, Al-Mardi.

















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar