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Auf der Thur bei Müllheim TG treibt ein riesiger Algenteppich
Auf der Thur bei Müllheim hat sich ein Algenteppich von mehreren hundert Quadratmetern gebildet. Für Menschen und Tiere ist der Kontakt mit der Grünalge namens Wassernetz ungefährlich, heisst es beim Kanton. Allerdings entzieht sie dem Fluss weiteren, bereits knappen Sauerstoff.
Auf Dutzenden Metern Länge schwimmt auf der Thur bei Müllheim ein riesiger Algenteppich, der sich vom Thurwehr unter der Eisenbahnbrücke Eschikofen hindurch und weiter den Fluss entlang erstreckt. Mehrere Medien berichteten darüber.
Beim Thurgauer Amt für Umwelt wird der Algenteppich auf mehrere hundert Quadratmeter geschätzt, wie es auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA heisst. Gut möglich, dass sich dieser Teppich in den nächsten Tagen und Wochen, sollte es keinen Wetterumschwung geben, weiter ausbreitet.
Proben des Amts für Umwelt ergaben, dass es sich um Grünalgen mit dem Namen Wassernetz handelt. "Diese Grünalge stellt bei Kontakt für Menschen und Tiere keine Gefahr dar", schreibt Anja Taddei von der Abteilung Gewässerqualität und -nutzung im Amt für Umwelt.
Die Thur gleicht einem stehenden Gewässer
Ein dichter Algenteppich kann gemäss Taddei jedoch den Sauerstoffmangel weiter verschärfen. Die Algen verbrauchen in der Nacht sowie beim Zersetzungsprozess Sauerstoff. "Dies hängt allerdings von mehreren Faktoren wie zum Beispiel der Grösse des Algenteppichs, der Gewässertiefe, der Vernetzung und der Wasserzirkulation ab."
Wegen der warmen Wassertemperaturen gibt es in den Gewässern ohnehin schon weniger Sauerstoff. Fische und andere Lebewesen leiden sowohl unter den hohen Wassertemperaturen als auch unter dem niedrigeren Sauerstoffgehalt.
"Das massenhafte Auftreten dieser Grünalge in der Thur hängt unter anderem mit der aktuellen Wetterlage und den niedrigen Abflüssen in der Thur zusammen", schreibt Taddei weiter. Die Thur gleiche derzeit eher einem stehenden Gewässer als einem Fluss. Die hohen Wassertemperaturen fördern das Wachstum der Alge.
Blaualgen können für Tiere gefährlich sein
Algenblüten kommen gemäss Taddei inzwischen regelmässig vor. Vor rund zwei Wochen wurde die Wassernetz-Alge in der Thur auch bei Weinfelden nachgewiesen.
Immer wenn beim Thurgauer Amt für Umwelt Meldungen über Algenteppiche oder Algenblüten eingehen, entnehmen Spezialistinnen und Spezialisten eine Probe und bestimmen die Algenart unter dem Mikroskop. "Es ist wichtig, diese zu untersuchen, da es durchaus Algen gibt, die für Mensch und Tier eine Gefährdung darstellen", so Taddei weiter. Als Beispiel nennt sie die Blaualge.
Erhöhte Blaualgenkonzentrationen wurden gemäss der Internetseite des Thurgauer Amts für Umwelt zuletzt im April in einem Weiher bei Amriswil respektive im Rhein nachgewiesen.

















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