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Ausbruch des Morschacher Tunnels für die neue Axenstrasse gestartet
Mit der ersten Sprengung haben am Mittwoch in Ingenbohl die Ausbrucharbeiten für den Morschacher Tunnel begonnen. Das Projekt ist Teil der neuen Axenstrasse, welche die Kantone Schwyz und Uri im Auftrag des Bundes bauen.
Den Start der Arbeiten haben rund 200 Gäste am Mittwoch mitverfolgt, wie die Staatskanzlei in einer Mitteilung am Mittwoch schrieb. Die Schwyzer Olympiasiegerin im Sportschiessen, Nina Christen, löste die erste offizielle Sprengung aus. Damit begannen die eigentlichen Ausbrucharbeiten am 2,9 Kilometer langen Morschacher Tunnel zwischen Ingenbohl und Ort.
Der Morschacher Tunnel ist neben dem 4,4 Kilometer langen Sisikoner Tunnel zwischen Ort und dem Gebiet Gumpisch in Flüelen eines der beiden Kernstücke der neuen Axenstrasse. Beide Tunnel werden im Sprengvortrieb gebaut. Beim Morschacher Tunnel rechnen die Verantwortlichen mit einer Bauzeit von etwas mehr als zwei Jahren.
Die Axenstrasse ist laut dem Urner Baudirektor Hermann Epp (Mitte) ein "regionaler Lebensnerv" und eine "national relevante Verbindung für die Schweiz". Auch der Schwyzer Baudirektor André Rüegsegger (SVP) zeigte sich erfreut. Der Morschacher Tunnel sei der "einzige grosse Strassentunnel, der im Talkessel Schwyz in den nächsten 20 bis 30 Jahren entstehen dürfte", wurde er in der Mitteilung zitiert.
Der Verkehr soll voraussichtlich ab 2033 über die neue Axenstrasse rollen. Mit der Strasse wollen der Bund, Uri und Schwyz die Nord-Süd-Achse sicherer und zuverlässiger machen. Gleichzeitig soll das Urner Dorf Sisikon vom Durchgangsverkehr entlastet werden.
Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 1,2 Milliarden Franken. Den Grossteil davon trägt der Bund.

















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