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Ausgaben der Frauenfussball-EM liegen in St. Gallen unter Budget
Ein um 900'000 Franken unterschrittenes Budget und überdurchschnittlich belegte Hotels: Der Austragungsort St. Gallen hat ein positives Fazit gezogen zur Frauenfussball-EM vom Sommer. Verstösse gab es gegen das Drohnenflugverbot. Gravierende Zwischenfälle sind der Stadtpolizei aber keine bekannt.
Die drei ausverkauften Spiele im Kybunpark während der Frauenfussball-Europameisterschaft 2025 sorgten für eine grosse wirtschaftliche Wertschöpfung, schrieb die Stadt St. Gallen kürzlich in einer Mitteilung. Die Hotelbelegung lag mit 65 bis 92 Prozent "weit über" den vergleichbaren Durchschnittswerten.
Nennenswerte Zwischenfälle in der Stadt oder im Stadion habe es keine gegeben. "Die Stimmung blieb durchwegs friedlich", wie die Stadt weiter schrieb. Allerdings wurde die Flugverbotszone für Drohnen rund um das Stadion bei zwei Spielen dreimal missachtet, wie aus dem Schlussbericht des lokalen Organisationskomitees hervorgeht. Zwei Piloten wurden beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) angezeigt. "Beide Personen gaben an, aus Unwissenheit gehandelt zu haben", heisst es im Bericht weiter.
Rund um das Stadion wurden zudem zwei Personen vorübergehend verhaftet. Im Verhältnis zum hohen Personenaufkommen sei das eine äusserst geringe Zahl, steht im Schlussbericht weiter.
Weniger Ausgaben als bewilligt
Der vom Stadtparlament bewilligte Verpflichtungskredit von Kanton und der Stadt in der Höhe von 2,8 Millionen Franken für die Organisation und die Durchführung der Spiele wurde unterschritten, schrieb die Stadt in ihrem Communiqué weiter. Die effektiven Ausgaben betrugen 1,9 Millionen Franken. Darin enthalten waren beispielsweise die Kosten für das lokale Organisationskomitee, für das Verkehrs- und Sicherheitskonzept oder die nachhaltige regionale Fussballförderung.
Zur Kostenunterschreitung habe beigetragen, dass die Personalkosten dank der Mitarbeit und Unterstützung von zahlreichen städtischen Mitarbeitenden in der Organisation sowie rund 200 Freiwilligen niedrig gehalten werden konnten. "Zum anderen wurden keine Reserven und auch keine Rückstellungen für die UEFA Volunteers, für Schadenfälle, Unwetter oder die Möglichkeit eines Hochrisikospiels gebraucht", heisst es in der Mitteilung der Stadt weiter. Die Aufwände der Host City St. Gallen wurden zudem durch Beiträge der UEFA, des Bundes und regionaler Partner verringert.
Die Stadt St. Gallen war einer von acht Austragungsorten während der Frauenfussball-EM 2025 in der Schweiz. Gespielt wurden im Juli die drei Vorrundenspiele Deutschland gegen Polen, Frankreich gegen Wales sowie England gegen Wales. Der Kybunpark, der jeweils rund 16'000 Personen Platz bot, war bei allen Spielen ausverkauft.
















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