Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Ausstellung zu Wandel und Herausforderungen des Reiseziels Schweiz
Seit über 200 Jahren ist die Schweiz mit ihren Bergen ein Reiseziel. Wie Ferien gemacht werden, hat sich aber stark verändert, wie eine neue Ausstellung im Forum Schweizer Geschichte Schwyz bis 2. Mai 2027 zeigt.
Zunächst war die raue Schweiz nur ein Etappenziel englischer Aristokraten, die auf ihrer Bildungsreise Italien zustrebten. Doch dann änderte sich der Blick auf die Natur: die alpine Landschaft fand Eingang in die Kunst und wurde als Ort unberührter Natur und Sicherheit idealisiert, wie das Forum Schweizer Geschichte Schwyz, das Teil des Nationalmuseums ist, am Donnerstag zu seiner neuen Ausstellung mitteilte.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kurbelten die ersten Besteigungen der Viertausender den Bergtourismus an. Der Boom kulminierte im Bau spektakulärer Bergbahnen und luxuriöser Hotels. Schon damals sei von der Verschandelung der Landschaft die Rede gewesen, erklärte das Forum Schweizer Geschichte.
Auch auf den heutigen Tourismus geht die Ausstellung ein. Nicht mehr Reiseführer wie der Baedeker, sondern die sozialen Medien empfehlen, wohin die Reise gehen soll. Kurze Aufenthalte haben lange Ferien abgelöst und die Mobilität erhöht.
Die Ausstellung erzählt die Geschichte des Schweizer Tourismus, geht aber auch auf die Schattenseiten wie leerstehende Wohnungen und Herausforderungen wie den Klimawandel ein. Sie stellt auch die Frage, wie der Tourismus in Zukunft aussehen könnten. Die Besucherinnen und Besucher können dabei über vier Zukunftsvisionen abstimmen und ihre Eindrücke in ein Gästebuch eintragen.
Das Forum Schweizer Geschichte lädt die Gäste auch dazu ein, eigene Ferienselfies zur Ausstellung beizusteuern. Ein Teil davon wird als digitales Kulturgut in die Fotografie-Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums aufgenommen.

















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