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Australien rüstet auf: Rekord-Militärausgaben geplant
Australien rüstet so stark auf wie noch nie in Friedenszeiten: Die Regierung will die Verteidigungsausgaben in den kommenden zehn Jahren um rund 53 Milliarden australische Dollar (30 Milliarden Franken) erhöhen.
Es handele sich um den grössten Ausbau des Militärbudgets ausserhalb eines Krieges in der Geschichte des Landes, sagte Verteidigungsminister Richard Marles.
Die Ausgaben sollen damit auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen. Bisher waren 2,3 Prozent geplant. Hintergrund sind wachsende geopolitische Spannungen im Indopazifik und eine zunehmend unsichere globale Lage.
Allianz mit den USA bleibt "fundamental"
Marles stellte die neue Sicherheitsstrategie jetzt in Canberra vor. Ziel sei es, Australien militärisch schlagkräftiger zu machen – ohne jedoch die Allianz mit den USA infrage zu stellen. Diese bleibe "fundamental" für die nationale Sicherheit, erklärte er.
Unter anderem reagiert die Regierung mit der Erhöhung der Ausgaben auf den wachsenden Einfluss Chinas in der Region. Marles betonte, ein stabiles Machtgleichgewicht im Indopazifik sei ohne die militärische Präsenz der USA nicht denkbar.
Wohin fliesst das Geld?
Insgesamt belaufen sich die Verteidigungsausgaben Australiens damit über die kommenden zehn Jahre auf rund 887 Milliarden australische Dollar. Die zusätzlichen Mittel sollen vor allem in Raketen- und Luftabwehr, neue Waffensysteme sowie den Ausbau unbemannter und autonomer Technologien fliessen.
Zentral bleibe zudem das 2021 zusammen mit den USA und Grossbritannien gegründete Sicherheitsbündnis Aukus. Die Allianz soll Australien beim Bau von U-Booten mit Nuklearantrieb unterstützen. Die Kosten dafür könnten sich nach aktuellen Planungen auf bis zu 130 Milliarden australische Dollar über das kommende Jahrzehnt belaufen.
















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