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Keystone-SDA | Sonntag, 17. Mai 2026

Autoraser in Modena: Deutsche Touristin unter Verletzten

Unter den acht von einem Autoraser im Zentrum der norditalienischen Stadt Modena verletzten Menschen befindet sich auch eine deutsche Touristin. Das sagte der Bürgermeister der Stadt, Massimo Mezzetti, am Abend. Die Deutsche zähle wie eine Person aus Polen zu den insgesamt vier schwer verletzten Menschen, sagte Mezzetti weiter.

Am Samstag war in Modena ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe von Fussgängern gerast. In der Altstadt fuhr der etwa 30 Jahre alte Mann nach den Worten von Mezzetti mit hoher Geschwindigkeit auf den Fussgängerweg und erfasste die Passanten. Er versuchte danach zu fliehen und verliess das Auto mit einem Messer in der Hand, wie mehrere Augenzeugen berichteten.

Mehrere Passanten verfolgten den Mann und konnten ihn überwältigen. "Sie haben grossen Mut gezeigt, ihnen gilt mein Dank", sagte Mezzetti. Bei dem Mann handelt es sich Medienberichten zufolge um einen etwa 30-Jährigen. Er wurde festgenommen und von der Polizei befragt. Die Hintergründe des Vorfalls sind bisher unklar. Seine Wohnung wurde Medienberichten zufolge durchsucht.

Menschen flogen regelrecht durch die Luft

Auf Aufnahmen von Sicherheitskameras in der Gegend war zu sehen, wie der Kleinwagen mehrere Menschen erfasst und wie diese regelrecht durch die Luft geschleudert werden. Eine Frau sei am Ende gegen ein Schaufenster gedrückt worden, berichteten Medien übereinstimmend. An dem Schaufenster endete die Fahrt des Mannes.

Die Verletzten werden nach Angaben der Behörden in Krankenhäusern in Modena sowie in Bologna behandelt. Mezzetti sagte, alle Angehörigen der Verletzten sei bereits informiert worden, einige seien schon vor Ort.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete den Vorfall als "sehr schwerwiegend". In den sozialen Medien sprach sie den Verletzten und ihren Familien ihre Anteilnahme aus und bedankte sich bei den Bürgern, die den Mann stoppten. Der Mann müsse nun zur Rechenschaft gezogen werden.

Wie Medien berichteten, wurde der Mann in der norditalienischen Stadt Bergamo geboren und wuchs in der Provinz Modena auf, er soll nordafrikanische Wurzeln haben. Die Nachrichtenagentur Adnkronos meldete, er sei in der Vergangenheit psychiatrisch behandelt worden. Er soll demnach einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften haben und nicht vorbestraft sein.

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