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Bayern stehen nach epischem Duell mit Real in den Halbfinals
Während die Spanier mit dem Schiedsrichter hadern, feiern die Bayern den Einzug in die Vorschlussrunde der Champions League. Dabei hätte ein "Schweineball" beinahe noch zum Umschwung geführt.
Der deutsche Rekordmeister hielt nach dem 2:1-Hinspielsieg in Madrid alle Trümpfe in den eigenen Händen. Und doch wurde es im Duell mit dem Rekordsieger aus der spanischen Hauptstadt noch einmal knapp. In einem dramatischen Viertelfinal-Rückspiel setzten sich die Bayern dank einem famosen Schlussspurt mit 4:3 durch. Dabei begann die Partie am Mittwoch denkbar Schlecht aus Sicht des Heimteams.
Vom Held zum Depp und zurück
Nach wenigen Sekunden hatte Bayerns Captain Manuel Neuer einen Blackout. Seinen Mega-Aussetzer bezeichnete der frühere deutsche Nationalgoalie selbst als "Schweineball". Ohne Druck des Gegners schlug der 40-Jährige den Ball mit Links direkt auf den Fuss von Arda Güler, der nach nur 35 Sekunden zum 1:0 für die Gäste traf. Gleichzeitig sprach Neuer von einem "Hallo-wach-Moment für alle im Stadion".
Die Führungsetage des deutschen Rekordmeisters war erleichtert, dass der Aussetzer Neuers am Ende folgenlos blieb. Sportvorstand Max Eberl sprach davon, dass die Mannschaft nach dem frühen Rückstand das Duell mit Real "mit einem Rucksack begonnen" habe. "Du musst in so einem Viertelfinal nach so einem Fehler erst wieder zurückkommen", lobte Eberl und sagte über Neuer: "An einem Tag bist du der Hero, im anderen Spiel machst du den Fehler, der alles etwas schwerer macht."
Beim 2:1 im Hinspiel in Madrid hatte Neuer noch überragend gehalten und war als "Man of the Match" ausgezeichnet worden. Im Rückspiel sah er auch beim zweiten Madrider Treffer unglücklich aus, ehe er sein Team mit einer tollen Parade gegen Kylian Mbappé im Spiel hielt.
Real hadert, Bayern kassieren
Die Spanier haderten mit der Gelb-Roten Karte gegen Eduardo Camavinga. Der Franzose gab in der Schlussphase und kurz vor dem entscheidenden dritten Gegentreffer nach einem Foul den Ball nicht frei und wurde von Schiedsrichter Slavko Vincic zum zweiten Mal verwarnt. Die "AS" schrieb von einem "ehrenvollen Abschied", die "Marca" titelte: "Welche eine Ungerechtigkeit!"
Während den Spaniern die zweite titellose Saison in Folge droht, sind die Bayern unaufhaltsam unterwegs Richtung Triple. Der Einzug in die Halbfinals lässt nebenbei auch die Vereinskasse klingeln. Er bringt den Bayern weitere 15 Millionen Euro ein, womit der deutsche Meister seine Einnahmen in Europas Königsklasse auf 83,445 Millionen Euro an Startgeldern und Erfolgsprämien hochschraubt.
Sollten die Bayern auch gegen Paris Saint-Germain weiterkommen, kämen weitere Millionen hinzu. Beim Final am 30. Mai in Budapest gibt es die Höchstprämie von 25 Millionen Euro für den Sieger. Der Verlierer erhält 18,5 Millionen Euro. So oder so dürfte Bayern München seine Vormachtstellung in Deutschland weiter zementieren.
















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