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Beim FCZ herrscht nach der Niederlage im Klassiker Unverständnis
Der FC Basel gewinnt den Klassiker gegen Zürich mit einem knappen 2:1 nach Rückstand. Eine Penaltyszene sorgt beim FCZ jedoch für grosses Unverständnis.
Wilde Schlussminuten und Gefühlswelten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Während Basel nach dem 2:1-Sieg im Klassiker vor den mitgereisten Fans drei Punkte feierte, herrschte beim FC Zürich Unverständnis. Unverständnis über einen zurückgenommenen Penalty, der die Zürcher Akteure um den möglichen Ausgleich in letzter Minute brachte.
Während Stephan Lichtsteiner in Basel trotz drei Siegen aus vier Spielen laut Medienberichten angezählt sein soll, sitzt Marcel Koller in Zürich fest im Sattel - trotz schlechtem Saisonstart.
Penalty-Entscheid sorgt für Unmut
Aus vier Partien resultieren drei Niederlagen - nur einmal konnte der FCZ gewinnen. Zwar gelang gegen Basel die gewünschte Reaktion auf die 0:5-Klatsche gegen Lugano am 3. Spieltag. Doch von Zufriedenheit sind die Zürcher am Samstagabend nach dem Schlusspfiff weit entfernt.
Nicht nur wegen der Niederlage, sondern auch deswegen, wie diese zustande kam. Wie schon gegen St. Gallen zum Saisonauftakt verspielte der FCZ eine Führung. Vorwerfen können sich die Zürcher ausser einer schlechten Chancenverwertung aber nicht viel. Vielmehr sorgte ein Schiedsrichterentscheid für den grossen Frust im Lager des Gastgebers.
So entschied der Unparteiische Anojen Kanagasingam nach einem Handspiel von Flavius Daniliuc tief in der Nachspielzeit auf Penalty. Die Zürcher Fans im Letzigrund jubelten bereits, als sich der VAR aus Volketswil meldete und den Schiedsrichter an die Seitenlinie holte, um sich die Szene nochmals anzuschauen.
"Kann gemäss Regelwerk kein Handspiel sein"
Und tatsächlich: Weil Daniliuc von seinem Teamkollegen Jonas Harder angeschossen wurde und nicht von einem Zürcher Spieler, wurde der Penalty zurückgenommen. "Vielleicht liege ich falsch, aber ich glaube, der VAR darf sich nur dann einschalten, wenn es ein klarer Fehlentscheid war. Und das war es nicht", sagte ein aufgebrachter Heinz Lindner nach der Partie zu SRF. Alle im Stadion hätten gesehen, dass es sich um ein Handspiel gehandelt habe, so der Goalie.
Schiedsrichter Anojen Kanagasingam hingegen ordnete im TV-Interview ein: "Auf dem Platz habe ich ein Handspiel gesehen. Ich hatte den Eindruck, der Ball wird von einem Angreifer gespielt." Doch auf dem Monitor am Spielfeldrand habe er dann gesehen, dass der Ball von einem Verteidiger gespielt wurde, der versuchte, die Situation im Strafraum zu entschärfen.
"Gemäss Regelwerk kann es im Prinzip kein Hands sein, wenn der Ball vom eigenen Spieler kommt. Dort fehlen die Kriterien mit der Absicht, mit der aktiven Bewegung." Entsprechend klar sei die Korrektur des Entscheids dann auch gewesen, so Kanagasingam.
Trotz der Begründung: Neben Lindner war auch FCZ-Trainer Marcel Koller sichtlich bedient: "Ich weiss nicht, wie diese Regel gemacht wird. Ich bin ratlos. Man weiss ja gar nicht mehr, was, wie, wo, wann... Handspiel ist normal einfach Handspiel."
Chancenverwertung muss besser werden
Doch in Bezug auf das Spiel sieht auch er, dass der FCZ das Remis beziehungsweise den Sieg nicht zwingend wegen dieser Szene aus der Hand gab. "Grundsätzlich machen wir zu viele Fehler in der Defensive. Offensiv haben wir dann die Chance auf den Ausgleich, aber wir schiessen den Goalie an oder der Goalie hält gut", so Koller.
Lindner, der vor dem SRF-Mikrofon so emotional wie selten zuvor schien, schlug in dieselbe Kerbe. Grundsätzlich sei einfach alles gegen sie gelaufen, so der Goalie. "Wir haben genügend Chancen gehabt, das ganze selbst zu entscheiden. Salvi hat sehr gut gehalten heute." Nun müsse sich die Mannschaft den Mund abputzen und weitermachen. "Wir wissen, dass es eine Entwicklung ist. Wir haben die Reaktion gezeigt, die wir zeigen wollten. Ich wiederhole mich, heute war der Spielfilm gegen uns und da müssen wir einfach noch mehr machen, um das Glück zu erzwingen."
Die nächste Chance dazu erhält Zürich am kommenden Samstag auswärts gegen Lausanne-Sport, das an diesem Wochenende gegen Luzern die erste Saisonniederlage hinnehmen musste.

















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