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Keystone-SDA | Donnerstag, 01. Januar 2026

Über 30 Brandopfer in Spezialzentren in Zürich und Lausanne

Nach dem Brand in einer Bar in Crans-Montana VS in der Neujahrsnacht werden Dutzende Verletzte in den beiden Schweizer Verbrennungszentren behandelt. In Lausanne werden derzeit 22 Patientinnen und Patienten gepflegt. Zürich hat über ein Dutzend Brandopfer aufgenommen.

Die Schwerverletzen wurden per Rettungshelikopter aus dem Wallis in die Verbrennungungszentren an den Universitätsspitälern Zürich und Lausanne (Chuv) transportiert. Es sind die beiden einzigen Zentren in der Schweiz, die auf Brandverletzungen spezialisiert sind.

Beide Kliniken rechnen mit weiteren Aufnahmen und haben ihre Kapazitäten erhöht. Die Rettungshelikopter würden laufend neue Brandopfer aus Crans-Montana einfliegen, sagte ein Sprecher des Universitätsspitals Zürich der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage. Am Donnerstagmittag seien es bereits über ein Dutzend gewesen.

Vier Patientinnen und Patienten werden zudem im Universitätsspital Genf (HUG) betreut. Auch die Berner Insel Gruppe versorgt Verletzte aus Crans-Montana, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Angaben zur genauen Anzahl und zu den laufenden Behandlungen machte er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Chuv im Krisenmodus

In der Westschweiz werden die Betroffenen insbesondere im Verbrennungszentrum am Chuv sowie in den Intensivpflegestationen für Erwachsene und Kinder dieses Spitals medizinisch versorgt. Nach Angaben des Chuv sind momentan alle vorgesehenen Patientinnen und Patienten aufgenommen worden. Weitere Verletzte werden in den nächsten Stunden nicht erwartet, allerdings sind spätere Verlegungen von Brandopfern aus anderen Spitälern weiterhin möglich.

"Wir wurden vom Wallis vor der Ankunft der Patientinnen und Patienten informiert und mussten Verlegungen vornehmen, um Platz zu schaffen. Wir haben zusätzliche Teams mobilisiert und ein Krisendispositiv eingerichtet", sagte Chuv-Direktorin Claire Charmet in der Sendung "Le 12h30" des Westschweizer Fernsehens RTS.

Derzeit funktionieren die Notaufnahmen für Erwachsene und Kinder normal, und Patientinnen und Patienten können das Chuv aufsuchen falls nötig. "Wir werden in den nächsten 24 Stunden eine Bilanz ziehen, um zu sehen, wie lange wir das durchhalten können, ob die Patienten hierbleiben, ob gewisse ausländische Patienten in ein Zentrum für Schwerbrandverletzte in ihrem Herkunftsland verlegt werden können", so Charmet.

Je nach Schweregrad der Verletzungen

Es ist derzeit zu früh, um eine Aussage über den Schweregrad der Verletzungen zu machen, betont die Direktorin. Die Patientinnen und Patienten werden von den Ärztinnen und Ärzten laufend evaluiert.

Das Triagezentrum im Wallis hat eine erste Sichtung der Patienten vorgenommen. Je nach Schweregrad und Art der Verletzung wurden sie anschliessend auf jene Zentren verteilt, die über die notwendigen Ressourcen verfügten.

Das Spital in Sitten, das die Mehrheit der Opfer aufnimmt, hat den Katastrophenplan aktiviert. Auch das Genfer Universitätsspital (HUG) ist mobilisiert. Es betreut derzeit sechs Patientinnen und Patienten, von denen vier per Helikopter und zwei mit der Ambulanz eingeliefert wurden, wie eine Sprecherin gegenüber Keystone-SDA erklärte.

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