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Keystone-SDA | Donnerstag, 16. Juli 2026

Berner Zentrum Paul Klee zeigt Werke von Anne Loch

Das Zentrum Paul Klee in Bern widmet der deutschen Künstlerin Anne Loch eine grosse Einzelausstellung. Vom 18. Juli bis zum 20. September sind rund 80 teils monumentale Arbeiten der 2014 verstorbenen Malerin zu sehen.

Es handelt sich um die erst zweite grosse Einzelausstellung von Anne Loch in der Schweiz, wie das Museum am Donnerstag mitteilte. Ihr künstlerisches Werk zeichnet sich vor allem durch die Darstellung von Landschaften, Blumen und Tieren aus.

Mit diesen klassischen und klischeehaften Motiven nahm sie in der wiederaufgekommenen figurativen Malerei der Kölner Kunstszene in den 1980er-Jahren eine eigenständige Position ein. Ihre unironischen Bilder hoben sich von den gestischen und neo-expressionistischen Werken ihrer Zeitgenossinnen und Zeitgenossen ab.

Lochs Arbeiten zeichnen sich durch extreme Vergrösserungen aus, die dem Dargestellten den Bezug zur Wirklichkeit entziehen. Die oft mehr als zwei Meter hohen Blumenmotive oder grossen Tierdarstellungen wirken durch ihre kühle Künstlichkeit unreal und distanziert.

Ihre Karriere hatte Anne Loch in Köln im Umfeld von Kunstschaffenden wie Rosemarie Trockel, Jenny Holzer und Cindy Sherman begonnen. Im Jahr 1988 brach sie radikal mit dem Kunstbetrieb und liess sich im bündnerischen Thusis nieder. Dort arbeitete sie im Stillen weiter.

Ihr Werk umfasst rund 1400 Gemälde sowie zahlreiche Papier- und fotografische Arbeiten. Der umfangreiche Nachlass befindet sich heute in Bern.

Kuratiert wird die Ausstellung im Zentrum Paul Klee von Amélie Joller. Die erste grosse Einzelausstellung von Loch in der Schweiz war im Jahr 2017 im Bündner Kunstmuseum in Chur zu sehen.

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