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BFU warnt vor mehr Verkehrstoten bei höheren Tempolimits
Jedes dritte Fahrzeug ist auf Schweizer Strassen zu schnell unterwegs. Das zeigt eine Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung. Eine Erhöhung des Tempolimits lehnt sie daher ab. Eine zu hohe Geschwindigkeit sei eine der häufigsten Ursachen für schwere Unfälle.
Bei Tempo 80 sei der Anteil derjenigen, die sich an die signalisierte Höchstgeschwindigkeit halten würden, am grössten. Dennoch habe auch ausserorts die Disziplin der Autofahrenden nachgelassen, schrieb die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU). Die am Dienstag publizierte Erhebung zeigt: "Mittlerweile sind auch hier 27 Prozent schneller unterwegs als erlaubt."
Bei der letzten Erhebung 2019 lag dieser Wert laut BFU noch bei 21 Prozent. Für Direktor Stefan Siegrist ist dies eine "beunruhigende Entwicklung", wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Bereits im Mai hatte das BFU in einem politischen Positionspapier festgehalten, dass "bei 96 Verkehrstoten und 1398 Schwerverletzten ausserorts sowie 17 Toten und 141 Schwerverletzten auf Autobahnen im Jahr 2025 also deutlich mehr Tote und Schwerverletzte die Folge" wären.
Tempolimits sind akzeptiert
Die Warnungen richten sich konkret gegen politische Vorstösse, die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen von 120 auf 130 km/h und ausserorts von 80 auf 100 km/h zu erhöhen. Berechnungen zeigten, dass sich bei einer Tempoerhöhung um 10 km/h auf Autobahnen die Zahl der Todesopfer verdoppeln könnte.
Die aktuellen Tempolimits seien in der Bevölkerung gut akzeptiert, schrieb die BFU weiter. Laut repräsentativen Umfragen des Kompetenzzentrums befürworten fast drei Viertel der Befragten Tempo 120 auf der Autobahn. Die Zustimmung für Tempo 80 ausserorts sei sogar noch höher.
Die BFU argumentierte weiter, dass die Schweizer Strasseninfrastruktur nicht für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt sei. Das Autobahnnetz sei seit 1985 bautechnisch auf 120 km/h abgestimmt. Ausserdem würde die Erhöhung der Tempolimits ein falsches Signal aussenden und die Verkehrssicherheitsziele des Bundes gefährden.

















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