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Kultur
Keystone-SDA | Sonntag, 31. Mai 2026

Bieler Fototage mit rund 15'000 Besucherinnen und Besuchern

In den vergangenen dreieinhalb Wochen haben rund 15’000 Besucherinnen und Besucher die Ausstellungen, Installationen, Projektionen und Veranstaltungen der Bieler Fototage an 14 Orten in der Stadt Biel besucht.

Über 30 künstlerische Interventionen in der Stadt setzten sich mit Exil, Konflikten, ökologischen Veränderungen und den Spannungen unserer Gegenwart auseinander, wie die Veranstalter am Sonntagabend mitteilten.

Unter dem Titel "Vulnerabilities – Verletzlichkeit als Gemeingut" versammelte das Festival dabei Künstlerinnen und Künstler, Forschende, Fotojournalistinnen und -journalisten sowie kulturelle und wissenschaftliche Partner zu einer gemeinsamen Reflexion über Fragilität, Erinnerung und Weitergabe.

Ein besonderer Fokus lag in diesem Jahr auf feministischen Perspektiven und Körperpolitiken. Die von Purple Eye reaktivierten Archive des Frauenstreiks, die Arbeiten von Monique Jacot über Frauen und Arbeit sowie die Projekte von Angela Marzullo, Julie Bourges, Enrique Muñoz García, Aude Mayer und Laetitia Gessler rückten dabei laut den Veranstaltern Fragen von Sichtbarkeit, Fürsorge, Verletzlichkeit und kollektiver Resilienz in den Mittelpunkt.

Die Bieler Fototage setzten zudem einen kuratorischen Schwerpunkt auf Archive, Erinnerungskulturen und zeitgenössische dokumentarische Praktiken. Eine von Anne Wyrsch, Bildredaktorin bei "Le Temps", und Olivier Perrin mitkuratierte Ausstellung beleuchtete zudem die Entwicklung fotografischer Praktiken im Journalismus und die Rolle der Medien bei der Gestaltung unseres Weltverständnisses.

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Festivals und des 200-jährigen Jubiläums der Fotografie will die nächste Ausgabe vom 7. bis 30. Mai 2027 die vielfältigen Zeitlichkeiten der Bilder erforschen: Archive, Verluste, Überlieferungen, Reaktivierungen und zukünftige Erinnerungen.

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