Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
BKW senkt Ergebniserwartung nach verhaltenem Halbjahr
Die BKW hat im ersten Halbjahr 2026 weniger umgesetzt und operativ deutlich weniger verdient. Für das Gesamtjahr wird der Energiekonzern vorsichtiger.
Die BKW blickt auf ein verhaltenes erstes Halbjahr 2026 zurück. Eine wetterbedingt tiefere Stromproduktion aus Wasser- und Windkraft sowie Marktverwerfungen im Stromhandel infolge der Lage im Nahen Osten drückten auf das Ergebnis. Die Ambitionen für das Ergebnis im Jahr 2026 werden etwas gesenkt.
Die Gesamtleistung sank von Januar bis Juni um 3,1 Prozent auf 2,18 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Energiegeschäft steuerte dazu knapp 951 Millionen bei, 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr.
Belastet wurde das Energiegeschäft durch geringe Wasser- und Windproduktion. BKW spricht mit Blick auf die Wasserproduktion von "anspruchsvollen hydrologischen Bedingungen." Auch die Windkraftwerke produzierten weniger, mangels Wind.
Dazu kamen die Marktverwerfungen infolge der Situation im Nahen Osten. Das habe die Erträge im Stromhandelsgeschäft temporär belastet. Das Netzgeschäft habe sich derweil stabil, das Dienstleistungsgeschäft positiv entwickelt.
Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging in der Folge im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 263,7 Millionen Franken zurück. Unter dem Strich stieg der Reingewinn aber um 7 Prozent auf 217,6 Millionen - dank einer guten Performance der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM).
Mit diesen Zahlen hat der Stromversorger die Erwartungen der von AWP befragten Analysten bei Umsatz und EBIT verfehlt.
Ziele gesenkt
Mit Blick nach vorne muss die BKW den bisherigen Ausblick senken. Für 2026 bestätigt der Energiekonzern das anvisierte EBIT-Zielband von 650 bis 750 Millionen Franken, erwartet aber neu ein Ergebnis im unteren Bereich der Bandbreite.
Für die Dienstleistungen und das Energiegeschäft geht die BKW von einem stärkeren zweiten Halbjahr 2026 aus. Das Geschäftsfeld Netze (Power Grid) dürfte sich nach Einschätzung des Managements weiterhin stabil präsentieren.

















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