Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Boston wird zum "Mini-Schottland"
Sie feiern in Schottenröcken und mit viel Bier, spielen Dudelsack und kommen in Massen: Tausende Fans der schottischen Mannschaft haben Boston geflutet und in eine riesige Partyzone verwandelt.
"Boston wird zum Mini-Schottland", titelte unter anderem der TV-Sender BBC. In Foxborough nahe Boston eröffnen die "Bravehearts" in der Nacht auf Sonntag Schweizer Zeit ihre WM-Mission gegen den Karibikstaat Haiti.
Rund 30'000 Schotten sollen Berichten zufolge für das WM-Spiel nach Boston gereist sein. Fanartikel der Boston Red Sox sind im Stadtbild kaum noch zu sehen - stattdessen dominieren schottische Trikots. Und auf den Strassen scheint inzwischen fast jede zweite Person einen Kilt zu tragen. Selbst aus den Fenstern hängen unzählige Flaggen der Nordeuropäer. Aus den Pubs und Bars schallt es "No Scotland, no Party" (Kein Schottland, keine Party).
"Ich habe heute bereits mit Anwälten und Richtern gesprochen. Sie erzählten mir, dass sie im Gerichtsgebäude wegen des Lärms draussen nichts hören konnten - verursacht durch die Tartan Army", sagte die Gouverneurin von Massachusetts, Maura Healey, der BBC. Als Tartan Army werden die Fans der schottischen Nationalmannschaft bezeichnet. Das riesige Fan-Aufkommen bereitet sogar Haitis Trainer Sebastien Migne ein wenig Sorge. "Meine Frau und mein Sohn sassen vorhin im Flugzeug und die Maschine war voller Schotten im Kilt. Das ist die Realität, mit der wir konfrontiert sind", berichtete der Franzose mit einem Schmunzeln.
Auch das Vorrundenspiel gegen Marokko findet in Foxborough statt. Weiterer Gegner ist Brasilien. Schottland will bei seinem WM-Comeback nach 28 Jahren erstmals in seiner Verbandsgeschichte in die K.o.-Phase einziehen.
















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar