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Endlich ist das Visum da
Keystone-SDA | Donnerstag, 04. Juni 2026

Breel Embolo darf am Freitag in die USA einreisen

Nach zweieinhalb Tagen des Wartens kann Breel Embolo nun doch zur Schweizer Nationalmannschaft in die USA reisen. Sein Visum wird am Donnerstagabend genehmigt, teilt der SFV mit.

"Wir wurden soeben darüber informiert, dass das Visum von Breel Embolo bewilligt wurde. Er kann somit in die USA reisen und wird voraussichtlich am Freitagabend zur Mannschaft stossen", schrieb der der Schweizerischer Fussballverband in einer kurzen Mitteilung. Der Stürmer wird am Freitagabend in San Diego erwartet.

Am Dienstag hatte Embolo den Flug mit der Nationalmannschaft nicht antreten können, nachdem seine elektronische Einreisegenehmigung (ESTA) kurzfristig für ungültig erklärt worden war. Hintergrund war eine Verurteilung wegen Drohungen im Zusammenhang mit einem Vorfall aus dem Jahr 2018.

Der 29-Jährige stellte daraufhin am Mittwoch bei der US-Botschaft in Bern einen dringlichen Visumantrag. Laut dem SFV wurde das Gesuch prioritär behandelt. Die US-Behörden wollten insbesondere klären, ob Embolo bei dem damaligen Vorfall körperliche Gewalt angewendet hatte, was nicht der Fall war.

Zeitverschiebung ein Problem

Verzögert wurde das Verfahren zusätzlich durch die Zeitverschiebung zwischen der Schweiz und den USA. "Es gibt pro Tag nur ein Zeitfenster von wenigen Stunden, in dem die Botschaft mit der zuständigen Stelle in den USA Kontakt aufnehmen kann", erklärte SFV-Kommunikationschef Adrian Arnold gegenüber Keystone-SDA.

Nachdem Embolo in Zürich auf die Bewilligung hatte warten müssen und dort ein individuelles Trainingsprogramm absolvierte, erhielt er nun die erlösende Nachricht. Diese traf am frühen Nachmittag kalifornischer Zeit ein, während sich die Schweizer Nationalmannschaft hinter verschlossenen Türen auf das letzte Testspiel gegen Australien am Samstag (21.00 Uhr Schweizer Zeit) vorbereitete.

Ob Embolo in dieser Partie zum Einsatz kommen wird, ist allerdings fraglich. Aufgrund der langen Reise und der Zeitumstellung dürfte der Angreifer geschont werden.

Nationaltrainer Murat Yakin wird im Angriff deshalb voraussichtlich erneut auf Zeki Amdouni oder Cédric Itten setzen. Amdouni befindet sich nach einer schweren Knieverletzung im Aufbau, trainiert aber seit einigen Wochen wieder regulär.

Arnold rechtfertigt Vorgehen

Adrian Arnold verteidigte zudem das Vorgehen des Verbandes gegen die aufkommende Kritik. Auf die Frage, ob der SFV vorsorglich direkt ein Visum hätte beantragen sollen, antwortete er: "Im Nachhinein ist man immer klüger. Hätten wir jedoch von Anfang an ein Visum beantragt und dabei diese Verurteilung ausdrücklich erwähnt, und wäre das Gesuch abgelehnt worden, hätten wir wohl noch deutlich mehr Kritik einstecken müssen."

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