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Breel Embolo wartet weiterhin auf grünes Licht
Das Warten dauert für Breel Embolo weiter an. Er hat sein Visum für die Reise zur Schweizer Nationalmannschaft in die USA noch immer nicht erhalten.
Der Basler Stürmer wartete am Donnerstagabend Schweizer Zeit, neun Tage vor dem ersten WM-Spiel der Schweiz am 13. Juni gegen Katar, immer noch auf einen Entscheid. "Breel ist bereit, abzureisen, sobald wir grünes Licht von den Behörden erhalten haben", sagt ein Pressesprecher des SFV am Donnerstagmorgen im Trainingslager der Schweizer Nationalmannschaft in San Diego.
Während der Verband zunächst gehofft hatte, dass Embolo bereits am Mittwoch zu seinen Teamkollegen stossen könne, hat sich die Situation noch nicht geändert. Es scheint nun unwahrscheinlich, dass er beim letzten Vorbereitungsspiel am Samstag gegen Australien (21.00 Uhr Schweizer Zeit) zum Einsatz kommen wird.
Amdouni oder Itten?
Da ihm sein Stammstürmer fehlt, muss sich der Nationaltrainer Murat Yakin auf einen der beiden anderen Stürmer verlassen: Zeki Amdouni oder Cédric Itten. Der Genfer hat sich von einer schweren Knieverletzung erholt und trainiert seit einigen Wochen wieder normal.
Am Dienstag konnte Breel Embolo nicht mit der Mannschaft abfliegen, da seine elektronische Reisegenehmigung (ESTA) in letzter Minute ungültig wurde. Der Grund: seine strafrechtliche Verurteilung wegen Drohungen, die er 2018 bei einem nächtlichen Ausflug ausgesprochen hatte.
Der 29-Jährige begab sich am Mittwoch zur US-Botschaft in Bern, um dort einen Eil-Visumsantrag zu stellen. Dort führte er laut Angaben des SFV ein "kurzes und angenehmes" Gespräch und legte die von den US-Behörden angeforderten Gerichtsunterlagen vor.
Der Zeitunterschied ist nicht hilfreich
Der Zeitunterschied zwischen der Schweiz und den USA (sechs Stunden an der Ostküste, neun an der Westküste) verlangsamt das Verfahren jedoch. "Es gibt jeden Tag nur ein Zeitfenster von wenigen Stunden, in dem die Botschaft mit der Stelle in den USA in Kontakt treten kann, die den Fall bearbeitet", erklärt Adrian Arnold, Kommunikationschef des SFV, gegenüber Keystone-SDA.
Im besten Fall würde die Botschaft am Freitagmorgen eine Bestätigung aus den USA erhalten. "Breel müsste dann sein Visum in Bern abholen, bevor er ins Flugzeug steigt", sagt Arnold. Idealerweise den Swiss-Flug um 13:10 Uhr, der täglich Zürich und Los Angeles verbindet.
Der Kommunikationschef ging auch auf die Kritik ein, die der Verband für die Handhabung dieser Angelegenheit erhalten hat. Hätte der SFV die Initiative ergreifen und direkt ein Visum beantragen sollen, das eine grössere Sicherheit bietet als ein ESTA? "Natürlich sind wir im Nachhinein immer schlauer", antwortet Arnold. "Aber hätten wir ausdrücklich ein Visum beantragt und dabei diese Verurteilung hervorgehoben, und wäre es abgelehnt worden, wir wären sicherlich noch stärker kritisiert worden.“
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