Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Brunner/Plock auf dem Podest
Die WM-Dritten Patrick Brunner/Jonah Plock erreichen am Heim-Weltcup in Luzern im Zweier ohne wie im Vorjahr den 3. Rang. Es ist der einzige Podestplatz für das Schweizer Team im olympischen Programm.
Im Vorfeld der Regatta auf das grösste Potenzial angesprochen, sagte Patrick Brunner: "Was wir sicher besser machen können, ist der Start bis etwa 750 m, dass wir den Mut haben, von Anfang an offensiv zu rudern. Wir übten im Training, die Schlagzahl nach dem Start hoch zu halten."
Die Umsetzung gelang den beiden gut. Bei den drei Zwischenzeiten lagen Brunner/Plock hinter den dominierenden Australiern Alexander Hill/Angus Dawson auf Rang 2. Auf den letzten 500 Metern mussten sie sich dann aber noch vom amerikanischen Duo Pieter Quinton/Madison Molitor überholen lassen, und die Spanier Javier Garcia Ordonez/Jaime Canalejo Pazos kamen noch gefährlich nahe heran. 25 Hundertstelsekunden Vorsprung retteten die Einheimischen ins Ziel.
Der Gegenwind habe das Rennen deutlich erschwert, sagte Brunner gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Über die Streckenmitte hätten sie teilweise einen guten Rhythmus gefunden, "am Schluss mussten wir aber tief in den Keller". Plock ergänzte: "Gestern (im Halbfinal) war es technisch ein sauberer Lauf, heute konnten wir die Technik nicht ganz halten. Wir müssen an der Physis arbeiten."
Dafür bietet sich den beiden nun ein Monat Zeit: Am 30. Juli beginnen in Varese die Europameisterschaften. Dort möchte auch der Doppelvierer der Frauen den Sprung aufs Podest schaffen. Auf dem Rotsee verpassten Lisa Lötscher, Flavia Lötscher, Célia Dupré und Nina Wettstein die Medaillenränge deutlich. Sie verloren als Fünfte 4,47 Sekunden auf die drittplatzierten Niederländerinnen. Der Sieg ging an Grossbritannien.
Im Skiff belegte Kai Schätzle ebenfalls den 5. Rang. Der 25-jährige Luzerner bestritt sein erstes Rennen im Einer auf diesem Niveau und wehrte sich gegen das gesamte Olympia-Podest von Paris sehr stark. Der Sieg ging an den deutschen Olympiasieger Oliver Zeidler, der mit der Schweizer Ruderin Sofia Meakin liiert ist. Bei den Frauen ging Aurelia-Maxima Janzen den A-Final forsch an und führte nach 500 m. Zur Rennhälfte lag die 22-jährige Bernerin als Dritte immer noch auf Podestkurs, ehe sie einbrach und abgeschlagen Letzte wurde.
Im Para-Rudern siegte die Tessinerin Claire Ghiringhelli im Skiff souverän - es nahmen nur drei Athletinnen teil.

















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