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Bundesrat Jans legt im Gedenken an Opfer Blumen nieder
Zwei Tage nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS hat Bundesrat Beat Jans am Samstagnachmittag am Unglücksort Blumen im Gedenken an die Opfer niedergelegt. "Es tut uns so leid, dass dies geschehen ist", sagte er vor der internationalen Presse.
Jans traf am Samstagnachmittag sichtlich bewegt am Ort der Katastrophe ein, an der am Freitag auch der italienische Aussenminister Antonio Tajani und am Neujahrstag Bundespräsident Guy Parmelin den Familien der Opfer ihre Anteilnahme ausgedrückt hatten. "Die Schweiz ist tieftraurig", sagte Jans.
Der Schock über die unermessliche Tragödie sitze tief. Als Vater zweier Töchter könne er das unermessliche Leid der Familien und Angehörigen nur erahnen. Den Familien wünsche er viel Kraft und er versichere ihnen im Namen der Schweiz, dass sie nicht alleine seien.
Der Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements war zuerst nach Sitten gereist, um sich mit den kantonalen Behörden zu treffen. Er wurde von Eva Wildi-Cortés, der Direktorin des Bundesamtes für Polizei (Fedpol), begleitet.
Jans traf sich auch mit dem Kommandanten der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler, sowie der Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud. Anschliessend begab er sich mit ihnen sowie mit dem Walliser Regierungspräsidenten Mathias Reynard sowie dem Walliser Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer nach Crans-Montana, wo er Blumen niederlegte und sich in ein Kondolenzbuch eintrug.
Auf Fragen von Journalisten sagte Jans, es sei "unglaublich", was sich in der Bar "Le Constellation" in der Neujahrsnacht abgespielt haben müsse. Jans nahm dort einen Augenschein und schilderte, dass man das Feuer immer noch riechen könne.
An der Decke der Bar müsse es 500 bis 600 Grad heiss gewesen sein. Es sei eine "enorme Tragödie", sagte Jans und fügte hinzu: "Es tut uns so leid, dass dies geschehen ist." Die Schweizer Justiz werde alles tun, die Verantwortlichkeiten zu klären. Später werde sich auch die Frage stellen, ob es einen Straftatbestand gebe und ob es einen Antrag für ergänzende Opferhilfe brauche.
Dossier über Kontrollen in der Bar wird analysiert
Die Gemeindebehörden von Crans-Montana haben das Dossier über die Kontrollen in der Bar "Le Constellation" unterdessen an die Staatsanwaltschaft übergeben, wie die Walliser Behörde am Samstag mitteilte. Es wird nun analysiert. Die Akte sei bei der Gemeinde angefordert worden, sagte Pilloud anlässlich des Besuches von Bundesrat Jans am Ort des Geschehens.
"Keine Spur wird unberücksichtigt gelassen, alle Spuren werden untersucht", fügte die Generalstaatsanwältin hinzu. "Diese Untersuchung wurde eröffnet, weil wir einen Verdacht haben, aber solange es keine Verurteilung gibt, gilt die Unschuldsvermutung", sagte Pilloud.

















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