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Bundesrat: Ziel zur Reduktion von Food Waste für 2025 verfehlt
Der Bundesrat hat eine erste Bilanz zu seinem vor rund vier Jahren verabschiedeten Aktionsplan gegen Food Waste gezogen. Zwar wurden seit damals Fortschritte erzielt, das für 2025 gesetzte Reduktionsziel wurde jedoch nicht erreicht.
Die Lebensmittelverluste in der Schweiz sanken laut Schätzung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zwischen 2017 und 2024 um rund fünf Prozent. Der im Aktionsplan vorgesehene Richtwert einer Reduktion um 25 Prozent bis 2025 wurde damit allerdings deutlich verfehlt, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte.
Laut der Landesregierung braucht es mehr Zeit, damit die bereits ergriffenen Massnahmen ihre volle Wirkung entfalten können. Zudem fehle es an Breitenwirkung und es seien grössere Anstrengungen bei den Haushalten nötig. Positive Entwicklungen gab es laut dem Bericht vor allem im Detailhandel und in der Gastronomie bei Betrieben, die ihre Verluste systematisch messen.
Für die nächste Phase des Aktionsplans setze der Bundesrat weiterhin auf freiwillige, eigenverantwortliche Initiativen, teilte er weiter mit. Es sollen mehr Akteure als bisher in den Aktionsplan eingebunden, die Datengrundlagen verbessert und die Haushalte stärker sensibilisiert werden. Eine erneute Überprüfung der Zielerreichung ist für das Jahr 2028 vorgesehen.
Der Bundesrat hatte den Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung 2022 mit dem Ziel verabschiedet, die vermeidbaren Lebensmittelverluste bis 2030 gegenüber 2017 zu halbieren. In der ersten Phase standen freiwillige, eigenverantwortliche Initiativen der Wirtschaft im Vordergrund.
Ein "zentrales Element" sei dabei die branchenübergreifende Vereinbarung zwischen dem Bund und der Schweizer Lebensmittelbranche, die laut dem Bundesrat "eine positive Dynamik" ausgelöst hat: 37 Unternehmen und Organisationen engagieren sich im Rahmen der Vereinbarung gemeinsam gegen Food Waste.
















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