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Churer Parlament spricht mehr Geld für städtisches Theater
Das Churer Parlament hat am Donnerstag einer Erhöhung des Betriebsbeitrages an das Theater Chur zugestimmt. Neu soll die Stiftung 1,16 Millionen Franken jährlich statt wie zuvor 860'000 Franken erhalten. Das letzte Wort hat die Churer Bevölkerung.
Der Betriebsbeitrag wurde gemäss Botschaft der Churer Regierung seit 2009 nie mehr erhöht. "Unter diesen Voraussetzungen war eine Betriebsführung nur möglich, indem die Verantwortlichen des Theaters eine rigide Ausgabendisziplin durchsetzten", hält die Regierung fest.
Seit 2023 befinde sich die Stiftung Theater Chur jedoch in einer sehr angespannten finanziellen Lage. Die allgemeine Teuerung habe sich seit 2009 auf 6,4 Prozent summiert. Für die laufenden Betriebskosten des Theaters, aber auch für die Finanzierung von Koproduktionen, sei dadurch eine empfindliche Finanzierungslücke entstanden.
"Gleichzeitig wurde für das Theater ein Ausbau des Personaletats für den technischen Betrieb der Bühne notwendig, insbesondere um Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Zudem erfordert das in die Jahre gekommene Gastspielhaus zunehmend mehr Ressourcen für den technischen Betrieb", führte die Churer Regierung weiter aus.
Zwischenfall bei Probe 2025
Sie nennt einen Zwischenfall als Beispiel für den Zustand des Theaters: "Am 10. September 2025 brachen während einer Probe Teile des Bühnenportals ab und stürzten auf die Bühne." Nur durch viel Glück sei niemand verletzt worden.
Das Churer Parlament stimmte deshalb nun im zweiten Anlauf mit 17 zu 2 Stimmen bei zwei Enthaltungen der Erhöhung des Beitrages zu. Beim ersten Anlauf im vergangenen November wurde die Botschaft aufgrund ungeklärter Fragen noch zurückgewiesen.
Das letzte Wort hat nun das Churer Stimmvolk. Es muss die Beitragserhöhung aufgrund der Höhe der wiederkehrenden Beiträge genehmigen.
Weil das Theater in schlechtem Zustand ist, soll auch eine Sanierung bald angegangen werden. "In der aktuellen stadträtlichen Botschaft zur Priorisierung der Investitionen 2026 sind für dieses Projekt 35 Millionen Franken und die Realisierung im Zeitrahmen 2030 bis 2033 vorgesehen", hält die Churer Regierung fest.

















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