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Keystone-SDA | Donnerstag, 21. Mai 2026

Dänemark will Buckelwal aufs Festland ziehen

Die Dänen wollen den Kadaver des als "Timmy" bekannten Buckelwals vor der Urlaubsinsel Anholt in einen Hafen in Jütland ziehen. Der Hintergrund: Gerade liegt er an einem gut besuchten Strand im flachen Wasser und könnte dort laut Umweltbehörde Anwohner und Touristen stark belästigen. Deshalb soll der Wal im besten Fall noch am Donnerstag in den Hafen von Grenaa transportiert werden.

Am frühen Nachmittag trieb der Kadaver allerdings weiterhin stark aufgebläht in Strandnähe, wie auf Bildern des Livestream-Anbieters News5 zu sehen war. Die Umweltbehörde äusserte sich auf Anfrage nicht dazu, ob sie an einem Transport am selben Tag festhält.

Hafen steht für Ankunft bereit

"Wenn die Behörden den Wal frei bekommen, dauert die Fahrt mit dem Tier geschätzt sechs Stunden", sagte Torben Koustrup, COO des Hafens Grenaa, der Deutschen Presse-Agentur. Normalerweise brauche man zwar nur rund drei Stunden. "Aber sie können nicht so schnell mit dem Kadaver fahren, weil sie Angst haben, dass er kaputtgeht."

Im Hafen sei für den Empfang des Wals alles bereit. "Wir werden versuchen, ein Metallgitter unter dem Wal zu platzieren, um ihn an Land zu bekommen", sagte Koustrup. Die Geräte, mit denen die Hafenarbeiter normalerweise Boote anheben, könnten sie nicht verwenden, weil der Wal so aufgebläht sei. "Dann fahren wir ihn zu einem Schotterplatz, wo er obduziert werden soll - so weit weg von allem wie möglich."

Hafen: "Möwenfest" und Explosion vermeiden

Im Hafen sei es leichter, den Kadaver zu bearbeiten, hatte die Umweltbehörde zuvor mitgeteilt: "In Grenaa werden Wissenschaftler und Tierärzte die Untersuchungen und Probe-Entnahmen durchführen, wie sie bereits bei früheren Strandungen grösserer Wale vorgenommen wurden." Das soll voraussichtlich am Freitag stattfinden. Anschliessend soll der Wal laut Torben Koustrup in Containern weggefahren werden.

Der Hafen habe die Behörden gebeten, das vor dem Wochenende zu erledigen - aus mehreren Gründen: "Wenn er an Land liegt, haben wir hier ein Möwenfest." In der Wärme sei zudem die Explosionsgefahr grösser. Und: Schaulustige könnten versuchen, in den Hafen zu gelangen.

Die Presse darf die Arbeit an dem Tier dagegen verfolgen - in ordentlichem Sicherheitsabstand, denn es kommen "Maschinen und scharfe Ausrüstung" zum Einsatz, wie die Umweltbehörde mitteilte. Sollte es nicht gelingen, den Wal in den Hafen zu bewegen, wollen die Dänen ihn auf Anholt untersuchen.

Einheimische wollen Walkadaver schnell loswerden

Geht es nach den Inselbewohnern, sollte der Wal lieber heute als morgen verschwinden. "Es ist ein grosser Wunsch der Einheimischen, dass der Wal zeitnah abtransportiert wird, damit er die Urlauber nicht stört", sagte Pia Lange Christensen, Direktorin der Tourismusorganisation Visit Aarhus, die auch für die Insel Anholt zuständig ist, der Deutschen Presse-Agentur. Die Saison habe gerade begonnen. "In den nächsten Wochen werden immer mehr Touristen auf die Insel kommen, die ein sehr beliebtes Urlaubsziel ist."

Für Dänemark als Land mit vielen Küsten sei es nicht ungewöhnlich, dass immer mal wieder Wale strandeten, sagte Christensen. "Und normalerweise dauert es nicht lange, bis die Behörden die Tiere entfernt haben."

Zuvor war das geschwächte Tier mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet. Vor einigen Wochen hatte eine private Initiative es noch lebend zur Nordsee transportiert und freigesetzt. Später wurde der Wal aber tot vor Anholt angeschwemmt. Dort stellt er nun die Dänen vor Herausforderungen. Als Tourismusorganisation könne man aber auch etwas Positives aus der Sache ziehen, sagte Pia Lange Christensen von Visit Aarhus: "Immerhin hat der Wal Anholt Aufmerksamkeit beschert."

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