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Keystone-SDA | Freitag, 15. Mai 2026

Dänische Behörde: Kein Sender am toten Wal vor Insel

Ob der tote Wal vor der dänischen Insel Anholt der zuvor in der deutschen Ostsee gestrandete Buckelwal ist, ist weiter unklar. Das sagte Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen zur Deutschen Presse-Agentur. Man habe keinen GPS-Sender am Tier gefunden.

Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem Tier eine Gewebeprobe aus der Schwanzflosse entnommen wurde. Diese Probe soll nun nach Deutschland geschickt und dort untersucht werden.

Abildstrøm sagte, er sei sich zu 95 Prozent sicher, dass es sich bei dem verendeten Meeressäuger um einen Buckelwal handle. Er könne es aber nicht mit Sicherheit sagen, da der Wal auf der Seite und halb unter Wasser liege. Das Tier sei zwölf Meter lang, sagte Abildstrøm.

Der Meeressäuger liege etwa 75 Meter vor der Küste Anholts und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen.

GPS-Sender liefert keine Signale

Der vor der deutschen Küste gestrandete Wal hatte wochenlang Schlagzeilen gemacht. Zuletzt hatte eine private Rettungsinitiative das Tier tagelang durch die Ostsee bis in die Nordsee transportiert. Wie genau der Transport endete, war aber bis zuletzt unklar.

Auch rund zwei Wochen nach dem Aussetzen gibt es bislang keine bekannten Daten dazu, wo das Tier ist. Ein GPS-Sender liefere weiterhin keinerlei Signale zur Ortung, hiess es jüngst von der Privatinitiative zum Transport des Wals. Es gebe überhaupt keine Daten mehr.

Experten von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.

Vor dem Freisetzen des Buckelwals am 2. Mai soll nach Angaben der Initiative ein GPS-Sender an der Rückenfinne angebracht worden sein, der stetig Ortsdaten liefern sollte. Ob dies tatsächlich erfolgte, liess sich nicht durch unabhängige Quellen verifizieren.

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