Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Danone wächst dank Protein-Boom stärker als erwartet
Der französische Nahrungsmittelkonzern Danone hat im zweiten Quartal dank der starken Nachfrage nach proteinreichen Milchprodukten und medizinischer Ernährung die Erwartungen der Analysten übertroffen.
Nach dem schwierigen Jahresauftakt mit Rückrufen von Säuglingsnahrung in Europa gewann das Wachstum wieder an Schwung. Die Jahresziele bestätigte der Nestlé-Konkurrent.
Organisch - also bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte - wuchs Danone von April bis Juni um 4,2 Prozent und damit stärker als von Analysten erwartet. Dazu trugen sowohl höhere Absatzmengen (+1,9 Prozent) als auch Preiserhöhungen (+2,3 Prozent) bei. Der ausgewiesene Quartalsumsatz stieg um 4,4 Prozent auf 7,21 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz um 1,4 Prozent auf 13,93 Milliarden Euro, organisch betrug das Wachstum 3,5 Prozent.
Gewinn steigt zweistellig
Der Reingewinn stieg um 13 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Dank Produktivitätsgewinnen konnte Danone die höheren Kosten für Transport und Verpackungen nach eigenen Angaben weitgehend ausgleichen.
Besonders gefragt waren proteinreiche Joghurts, Produkte für die medizinische Ernährung sowie die Wassermarken Evian und Volvic. In den USA steht Danone bei proteinreichen Milchprodukten zwar weiter unter Wettbewerbsdruck, die Entwicklung verbessert sich laut Unternehmen und Analysten aber allmählich. Auch das Geschäft mit Säuglingsnahrung erholt sich nach den umfangreichen Rückrufen zu Jahresbeginn schrittweise.
Für 2026 peilt Danone weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent an. Der operative Gewinn soll dabei stärker zulegen als der Umsatz. Finanzchef Juergen Esser kündigte zudem an, nach mehreren Übernahmen im laufenden Jahr weitere Zukäufe im Gesundheits- und Ernährungsbereich zu prüfen.
















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