Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
"Das Tor gehört wahrscheinlich zu 95 Prozent Johan"
Johan Manzambi und Breel Embolo bringen die Schweiz im WM-Sechzehntelfinal gegen Algerien auf Kurs. Das sind die Stimmen zum Spiel.
Johan Manzambi (Assistgeber zum 1:0): "Der Traum wird immer schöner, weil wir immer weitergehen. Ich hoffe, dass wir noch weiter gehen. Am Anfang waren sie (die Algerier) gut, aber wir wissen, wir haben gute Qualität, die haben wir gezeigt und 2:0 gewonnen. Ich verstehe mich mit Breel (Embolo) auf und neben dem Platz gut. Egal, wann, wenn wir das 1:0 machen, pusht uns das. Wenn wir es immer so machen können, (dass wir uns gegenseitig Tore auflegen) wäre das sehr schön."
Breel Embolo (Torschütze zum 1:0 und Player of the match): "Capri Sonne und Eistee gönne ich mir nach so einem Match. Ich bin extrem froh, das war ein schweres Stück Arbeit. Algerien ist eine starke Mannschaft, der Anfang war schwierig. Dann eine super Aktion von Johan (Manzambi). Das Tor gehört wahrscheinlich zu 95 Prozent ihm. Kompliment, wie wir in der Halbzeit ehrlich mit uns waren. Wie wir etwas umgestellt haben und alle zehn bis fünfzehn Prozent mehr gemacht haben. Das war die Schweiz, wie wir sie von der 1. bis zur 90. Minute sehen wollen. Leider war es erst ab der zweiten Halbzeit, aber die war stark. Danke an alle Leute, wir spüren die Unterstützung. Wir werden Gas geben. Die Mannschaft ist klar im Kopf, die weiss, dass es noch nicht vorbei ist."
Granit Xhaka (Captain, 150. Länderspiel): "Für mich bedeutet dieser Tag enorm viel. 150 Spiele für das Land, in dem ich geboren und gross geworden bin, das rote Trikot zu tragen, macht einen sehr stolz. Umso schöner, dass wir heute ein gutes Spiel gemacht haben und weiter gekommen sind. Algerien ist am Anfang sehr gut ins Spiel gekommen, war fast etwas übermotiviert. In der Halbzeitpause mussten wir ein paar Sachen ansprechen, die einfach nicht gut waren. Wir haben zu viele lange Bälle geschlagen, nicht das gespielt, was uns stark macht. In der zweiten Halbzeit waren wir dann sehr souverän und haben nichts zugelassen. Ich glaube, wir sind alle alt genug, um ehrlich zueinander zu sein. Trotz der Führung war es nicht perfekt, es ist schön, wenn man das anspricht."
Murat Yakin (Trainer): "Wir hatten zu kämpfen, vor allem in der Startphase hatten wir keinen Zugriff. Zum Glück kam das Tor, so konnten wir das Spiel besser unter Kontrolle bringen. Wir haben zwei Tore geschossen, was nötig war zum Weiterkommen. Es war eine solidarische, reife Leistung. Die Spieler spürten, dass sie das gewohnte Spiel nicht ganz aufziehen konnten. Wir brauchten etwas Geduld. Das 2:0 gleich nach der Pause kam auch zum richtigen Zeitpunkt. Das beruhigte das Spiel. Wir haben heute ein Spiel gesehen, in dem uns der Gegner gefordert hat, in dem wir auch einmal in die Defensive gedrängt wurden, was wir uns nicht gewöhnt sind."

















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