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Davos gleicht im Playoff-Final gegen Fribourg-Gottéron aus
Der HC Davos zieht im Playoff-Final gegen Fribourg-Gottéron den Vorteil wieder auf seine Seite. Nach der Heimniederlage zum Auftakt gewinnt der Rekordmeister in Freiburg 3:1 und gleicht die Serie aus.
Keine vier Minuten dauerte die Euphorie im wie immer ausverkauften Freiburger Eistempel nach dem etwas überraschenden 3:2-Sieg am Samstag in Davos. Die Bündner kühlten die Begeisterung mit der Effizienz ab, die sie zuhause hatten vermissen lassen.
Tino Kessler nach einem Fehlpass von Benoît Jecker im eigenen Abwehrdrittel in der 3. und Klas Dahlbeck in der 4. Minute bezwangen Gottéron-Goalie Reto Berra mit den ersten zwei Schüssen aufs Tor, und beim zweiten sah der sonst so zuverlässige Keeper nicht gut aus. Simon Seiler verkürzte seinerseits mit einem Flatterschuss (12.), doch Lukas Frick erhöhte noch vor dem Ende des Startdrittels in Überzahl wieder auf 3:1. Fribourgs Verteidiger Michael Kapla lenkte unglücklich ins eigene Tor ab.
Zu viele kleine Fehler
Fribourg kam diesmal nicht wie gewünscht in die Gänge und leistete sich auch ein paar kleine Fehler und Unzulänglichkeiten, die die Davoser ausnützten. Im Mitteldrittel verpasste der Rekordmeister und Qualifikationssieger zunächst die Vorentscheidung in Form eines vierten Tores. Erst danach kam auch das Heimteam zu einigen guten Möglichkeiten.
Gottérons 40-jähriger Captain Julien Sprunger war in seiner letzten Playoff-Serie vor dem Rücktritt ein unermüdlicher Antreiber, scheiterte aber zweimal in aussichtsreicher Position, einmal am starken Sandro Aeschlimann, einmal an einem Bein eines gegnerischen Verteidigers. Dazwischen traf Seiler mit einem weiteren Weitschuss nur den Pfosten.
Vorteile wieder bei Davos
Insgesamt gelang den Freiburgern offensiv aber zu wenig, um den stilsicheren HCD ein zweites Mal zu düpieren. Auch das Schlussdrittel blieb torlos. Insbesondere das Powerplay bleibt ein Ärgernis, auch weil Marcus Sörensen nach seiner langen Verletzungspause noch nicht auf Betriebstemperatur gekommen ist. Weitere sechs Mal durfte man sich versuchen, ein Schuss an den Aussenpfosten von Henrik Borgström (42.) war noch das Beste, das herausschaute. In mittlerweile über 100 Minuten Überzahlspiel in diesen Playoffs schauten bisher zwei eigene und drei gegnerische Treffer heraus. Eine miserable Bilanz.
Der HC Davos ist in dieser Domäne bislang nicht viel besser, aber immerhin gelang ihm nun in beiden Finalspielen je ein Tor. Mit dem ersten Sieg in Freiburg in dieser Saison wechselt der Vorteil nun wieder zu den Bündnern, in der dritten Partie haben sie am Mittwoch wieder Heimrecht. Sie reagierten auf die Heimniederlage, den ersten Rückschlag in einer bis jetzt nahezu perfekten Saison, gleich bei erster Gelegenheit.
Telegramm:
Fribourg-Gottéron 1:3 (1:3, 0:0, 0:0)
9372 Zuschauer (ausverkauft). - SR Lemelin/Wiegand; Obwegeser/Schlegel. - Tore: 3. Kessler 0:1. 4. Dahlbeck (Zadina, Andersson) 0:2. 12. Seiler (Streule, Gerber) 1:2. 19. Frick (Asplund, Lemieux/Powerplaytor) 1:3. - Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Fribourg, 7mal 2 Minuten gegen Davos.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Arola; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Sörensen, Wallmark, Marchon; Gerber, De la Rose, Reber; Sprunger, Walser, Dorthe; Nicolet.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Gross, Barandun; Guebey; Frehner, Waidacher, Kessler; Stransky, Ryfors, Lemieux; Aebli, Asplund, Zadina; Knak, Egli, Parrée.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Fora, Nussbaumer, Gredig, Hollenstein (alle verletzt), Claesson, Tambellini und Taponen (überzählige Ausländer). Fribourg ohne Glauser, Schmid (beide verletzt), Ljunggren, Rau, Nemeth und Rattie (überzählige Ausländer). Pfostenschüsse: 35. Seiler. 42. Borgström. 60. Frick. - 57:00 Timeout Fribourg danach bis 59:07 und von 59:18 bis 60:00 ohne Torhüter.

















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