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Der Coup des Aussenseiters Aaron Rai
Ein Aussenseiter gewinnt das zweite Major-Turnier des Jahres. Der Engländer Aaron Rai landet den Coup bei der PGA Championship in Aronimink, Pennsylvania, nach einer spannenden Finalrunde.
Der 31-jährige Rai war bisher ein Profigolfer mit überschaubarem Leistungsausweis. In der Weltrangliste lag er vor dem vergangenen verlängerten Wochenende auf Platz 44, auf der PGA Tour hatte er einen einzigen Sieg vorzuweisen. Im August vorletzten Jahres gewann er die Wyndham Championship in Greensboro, North Carolina. Auf Stufe Major war sein Bestergebnis zuvor Rang 19, errungen beim US Open in der vorletzten Saison. In diesem Jahren liessen sich die enttäuschenden Resultate unter anderem mit einer Nackenverletzung erklären, die Rai zu Beginn zu schaffen machte.
An diesem Sonntag aber schlug für Rai die grosse Stunde. Er spielte eine 65er-Runde, fünf unter Par. Auf seiner Skore-Karte hatte er neben drei Bogeys sechs Birdies und einen Eagle stehen. Den unerwarteten Triumph sicherte er sich mit einem Birdie am 17. Loch dank eines herausragenden Putts aus über 20 Metern.
"Ich hatte bisher eine frustrierende Saison. Deshalb übertrifft dieses Ergebnis meine bescheidenen Erwartungen selbstredend deutlich", sagte der überwältigte Rai nach getaner Arbeit, mit der er auch für sein Heimatland Geschichtsträchtiges schaffte. Er gewann als erst zweiter Engländer die PGA Championship - und als erster seit sage und schreibe 107 Jahren. Damals hatte der in die USA ausgewanderte Jim Barnes das Turnier nach seinem Erfolg bei der Premiere drei Jahre zuvor ein zweites Mal für sich entschieden.
Mit einem Gesamtergebnis von neun unter Par setzte sich Rai mit drei Schlägen Vorsprung vor dem Spanier Jon Rahm, dem Sieger des US Open 2021 und des Masters 2023, und Alex Smalley durch. Der Amerikaner, auch er ein Aussenseiter, hatte den finalen Durchgang als Führender mit zwei Schlägen Vorsprung in Angriff genommen.
Rory McIlroy, der im April zum zweiten Mal in Folge das Masters gewonnen hatte, belegte mit fünf Schlägen Rückstand Platz 7. Der Nordire, die Nummer 2 der Weltrangliste, beendete das Turnier mit einer 69er-Runde mit zwei Birdies und einem Bogey und vergab dabei mehrere Chancen, sich in der Rangliste zu verbessern.
Auf dem Weg zu einer Überraschung war auch Matti Schmid. Der Deutsche führte am Sonntag das Klassement zwischenzeitlich an, machte die gute Ausgangslage aber mit einem Bogey am 15. Loch zunichte und fand sich in der Schlussrangliste auf Platz 4 wieder.

















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