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Der FC Vaduz stellt sich selber ein Bein
Der FC Vaduz verliert das vorgezogene Finale um den Aufstieg in die Super League nach einem Gegentreffer in der 94. Minute mit 1:2 gegen Aarau. Die Aarauer führen die Challenge League nun vor der letzten und entscheidenden Runde mit einem Punkt vor Vaduz an.
Was war das für ein Finale beim «Finale» im ausverkauften Vaduzer Rheinpark. Die Vaduzer Tabellenführer verteidigten mit Mann und Maus das 1:1, das schon zur Pause Bestand hatte. In der 94. Minute kamen die Liechtensteiner gar zu einem aussichtsreichen Konter, doch die drei Vaduzer Stürmer verstolperten den Ball gegen die aufgelöste Aarauer Abwehr. Im direkten Gegenkonter stand nun die Vaduzer Abwehr auf verlorenem Posten gegen die Aargauer Angreifer. Völlig freistehend konnte Verteidiger David Acquah per Kopf das 2:1 erzielen.
Ein äusserst bitteres Ende für die Liechtensteiner, welche nun statt mit zwei Punkten Vorsprung mit einem Zähler Rückstand auf Aarau in die letzte entscheidende Runde gehen. Vaduz muss nun am Freitagabend in Wil gewinnen und gleichzeitig auf die Schützenhilfe Yverdons in Aarau hoffen. Der Erste der Challenge League steigt direkt auf, der Zweitplatzierte muss in die Barrage gegen den Vorletzten der Super League. Aktuell sind dies die Zürcher Grasshoppers, diese könnten aber noch von Winterthur überholt werden.
Mit dem kopflosen Angriff in der Nachspielzeit verspielten die Vaduzer unnötig eine komfortable Ausgangslage vor der letzten Runde. In der zweiten Halbzeit waren die Aargauer Gäste zwar spielbestimmend, doch schien die beste Abwehr der Liga den stärksten Angriff im Griff zu haben – auch wenn zweimal das Aluminium für FCV-Torhüter Leon Schaffran rettete. Auf der Gegenseite vergab Milos Cocic, der kurz vor der Pause die Aarauer Führung (37.) ausglich, zweimal den Siegtreffer.
Eine Entscheidung fiel am Montag: Die AC Bellinzona (mit dem Stadtner Fabio Lymann) verlor das Heimspiel gegen Wil mit 2:4 und kann den Klassenerhalt nicht mehr schaffen. Der Rückstand auf Stade Nyonnais (9.) beträgt vor der Schlussrunde immer noch sechs Punkte. Damit verkommt zur Randnotiz, dass Bellinzona als einziger Klub der Swiss Football League die Lizenz für die nächste Saison in erster Instanz nicht erhalten hat (aus finanziellen Gründen). (rvo/sda)


















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