/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Sport
Keystone-SDA | Mittwoch, 25. Februar 2026

Der schwierige Umgang mit Russlands Paralympics-Rückkehr

Bei den Olympischen Winterspielen in Italien dürfen russische Sportler nur als neutrale Athleten starten. Nun folgen die Paralympics und markieren einen umstrittenen Wendepunkt.

Das Feuer der Olympischen Winterspiele ist erloschen - doch die nächste Flamme macht sich bereits wieder auf den Weg nach Mailand und Cortina d'Ampezzo. Am Dienstag wurde im englischen Stoke Mandeville die Fackel für die Winter-Paralympics entzündet. Und mit ihr wird die Kontroverse über die Zulassung von Behindertensportlern aus Russland und Belarus mit Flagge und Hymne nach Italien getragen.

Wenn am 6. März im Amphitheater von Verona zum 14. Mal seit 1976 Winter-Paralympics eröffnet werden, beginnt auch auf der Weltbühne des Sports die erste Grossveranstaltung, bei der die Nationalhymne Russlands seit mehr als einem Jahrzehnt wieder offiziell gespielt werden könnte.

Die Ukraine hat angekündigt, aus diesem Grund die Eröffnung zu boykottieren und verlangt zudem, dass ihre Fahne dort nicht wehen soll. Man sei "empört über die zynische Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees", dass sechs Sportler aus Russland und vier aus Belarus mit eigener Flagge und Hymne zu den Spielen zugelassen wurden.

IPC hebt Bann auf

Wegen staatlich organisierten Dopings und vor allem wegen des seit vier Jahren andauernden Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine durften einzelne Sportler aus dem Land des Aggressors zuletzt allenfalls als neutrale Athleten ohne Flaggen, Symbole und Hymne im internationalen Sport antreten. Dies war nur nach einer sorgfältigen Hintergrundprüfung, die jegliche Verbindung zum Krieg und zur Regierung ausschliesst, möglich.

An der Generalversammlung des Internationalen Paralympics Komitee im vergangenen September wurde der von 2023 bis 2025 geltende Bann nicht verlängert. Die vier Weltverbände für Ski und Snowboard, Biathlon, Curling sowie Para-Eishockey, die Wettbewerbe bei Paralympics austragen, sperrten sich zunächst gegen die Teilnahme Russland. Doch der Internationale Sportgerichtshof urteilte nach einem Einspruch Russlands, dass der pauschale Ausschluss nicht rechtens ist.

Kritik italienischer Minister

Damit war der Weg frei, dass bei einem russischen oder belarussischen Sieg erstmals seit 2014 in Sotschi auch die entsprechende Hymne bei den Paralympics gespielt und die Flagge gehisst wird. Für Italiens Sportminister Andrea Abodi hätte dies "einen bestürzenden Wert und eine bestürzende Bedeutung", sagte er in einem Interview der Zeitung "Corriere della Sera".

Wenngleich Sportminister Abodi noch auf ein Umdenken im IPC hofft, räumte er ein, aus formaler und regeltechnischer Sicht sei die Entscheidung des Paralympischen Komitees legitim. "Wir können enttäuscht, traurig, bestürzt sein, aber wir müssen die Regeln respektieren", betonte der Politiker.

Reaktion von Swiss Paralympic

"Den juristischen Entscheid des internationalen Sportgerichtshofs sowie den demokratischen Entscheid der IPC-Generalversammlung respektieren wir. Gleichzeitig stehen wir der Teilnahme der zehn russischen und belarussischen Athletinnen und Athleten unter ihrer Landesflagge kritisch gegenüber", teilte auch der Präsident von Swiss Paralympic, Christof Bär, auf Anfrage von Keystone-SDA mit.

Swiss Paralympic erachtet die Teilnahme unter neutraler Flagge und mit individueller Prüfung des Hintergrunds der Athletinnen und Athleten weiterhin als angemessenen Weg, zum Schutz der Werte des Sports und der Fairness gegenüber aller Sportlerinnen und Sportler.

Schweizer Delegation nicht an Eröffnungsfeier

Dass das Paralympic Swiss Team nicht an der Eröffnungsfeier in Verona teilnimmt, ist keine Folge der Teilnahme Russlands, sondern wurde bereits vor einigen Monaten aus sportlichen Gründen so beschlossen. Nur je zwei Athleten und zwei Staffmitglieder pro Nation sind für die Eröffnungsfeier am 6. März zugelassen, zudem ist die Reisezeit von Cortina nach Verona zu lang, da alle Schweizer Athleten am nächsten Tag ihren ersten Wettkampfeinsatz haben. Deshalb wird die Schweizer Delegation die Winterspiele gemeinsam als Team im House of Switzerland in Cortina eröffnen.

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.