Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Der Wolf, der keine Henne gefressen hat
Neue Woche, neues Wolfsvideo: Diesmal ist eines der vieldiskutierten Raubtiere zwischen Sargans und Trübbach am helllichten Tag gesichtet worden. Für einen Hennenmord vor Ort ist es aber nicht verantwortlich.
Die mittlerweile wieder ordentlich dicke Schneedecke in den Bergen treibt weiterhin das Wild ins Tal. Auf dessen Spuren wandelt naturgemäss der Wolf, für den unter anderem Rothirsche, Gämse und Rehe die mit Abstand wichtigsten Nahrungsquellen sind. Vor einigen Tagen hat sich nun ein Wolf am helllichten Tag zwischen Sargans und Trübbach den Autofahrern «präsentiert». Dieser dürfte aber weniger auf der Jagd, sondern eher auf der Wanderschaft gewesen sein.
Im aktuell kursierenden Video, das der «Sarganserländer» an dieser Stelle publiziert, bewegt sich das womöglich vorgängig in seinem Tagesquartier aufgeschreckte Raubtier in einer Wiese entlang der St. Gallerstrasse, wohl auf der Suche nach Deckung. Von Autos lässt es sich nicht beirren, sieht aber offensichtlich keine Möglichkeit, die stark befahrene Hauptstrasse zu queren. Schliesslich zieht es sich ins Unterholz zurück.
Gemäss Einschätzung der St. Galler Wildhut ist das Video, das bereits vor einigen Tagen entstanden ist, authentisch, der Wolf dürfte von Bad Ragaz herkommend in Richtung Trübbach unterwegs gewesen sein. Nicht wahr sind hingegen Erzählungen, wonach das Tier auf seinem Streifzug noch eine Henne gerissen hat. Zwar musste zur fraglichen Zeit tatsächlich in diesem Gebiet ein Federvieh sein Leben lassen. Der Kadaver wurde untersucht, laut Wildhut war der Täter gemäss der Rissbeurteilung aber nicht der Wolf, sondern höchstwahrscheinlich eher ein Fuchs, allenfalls noch ein Hund.















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