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Keystone-SDA | Freitag, 27. Februar 2026

Deutschlands Ski-Juwel Aicher greift nach Kristallkugel

Für Emma Aicher geht es weiter Schlag auf Schlag. Nach zwei Olympia-Medaillen könnte Deutschlands Silber-Star der verletzten Lindsey Vonn im Saisonendspurt noch eine Kristallkugel wegschnappen.

Zumindest eine ganz kurze Verschnaufpause am Meer war für Emma Aicher drin. Gemeinsam mit Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann erholte sich Deutschlands neuer Skistar in Barcelona vom Olympia-Trubel.

Doch nach den Winterspielen ist vor dem Saisonfinale. Und so gehts für Aicher nach wenigen Tagen von der Strand-Promenade wieder auf die Piste. Nach ihren zwei Silbermedaillen in Cortina d'Ampezzo könnte sie in den kommenden Wochen den nächsten grossen Erfolg feiern: den Gesamtsieg im Abfahrts-Weltcup.

Vonn zum Zuschauen gezwungen

"Ich bin es ja gewohnt, so viele Rennen zu fahren", sagte Aicher nach ihrem Olympia-Abenteuer. "Ich fühle mich immer noch gut." Keine Spur von Müdigkeit bei der 22-Jährigen, für die in Soldeu in Andorra ab Freitag schon wieder eine Abfahrt und zwei Super-G-Rennen anstehen. Krönt die Tochter einer Schwedin und eines Deutschen nun womöglich noch ihr persönliches Wintermärchen?

144 Punkte liegt Aicher im Abfahrts-Weltcup hinter der führenden Lindsey Vonn. Doch die Amerikanerin kann nach ihrem Horror-Sturz und der dabei erlittenen schweren Beinverletzung bei den Spielen in Norditalien in den verbleibenden Wochen des Winters nicht mehr in den Kampf um die Kristallkugel eingreifen. Vonns Pech ist Aichers Chance.

Magische Momente in Cortina d'Ampezzo

Bei Olympia ist Aichers Stern so richtig aufgegangen. Fünf Jahre, nachdem sie bei der WM in Cortina d'Ampezzo erstmals die grosse Ski-Bühne betreten hatte, fuhr sie der Weltelite an gleicher Stelle nun mitunter auf und davon. "Ich glaube, ich kann mit den zwei Wochen sehr zufrieden sein", sagte sie in ihrer gewohnt abgeklärten Art. Für zwei Medaillen hätte sie vorher "sofort unterschrieben".

Jeweils Silber in der Abfahrt und in der Team-Kombination, zum Abschluss noch ein weiterer Top-Ten-Platz im Slalom - Aicher weckte mit ihren Auftritten in den Dolomiten Erinnerungen an die ganz grossen Zeiten. Der Deutsche Skiverband (DSV), so scheint es, hat wieder eine Athletin, die womöglich auch über Jahre hinweg an der Spitze mitmischen kann. Abfahrts-Weltcup? Gesamtweltcup? Bleibt sie von schweren Verletzungen verschont, ist Aicher alles zuzutrauen.

"Die jungen Leute fiebern mit"

"Emma ist anders", sagte DSV-Alpinchef Andreas Ertl, als er unlängst gefragt wurde, an welchen grossen deutschen Skistar vergangener Tage ihn Aicher womöglich erinnere. "Die Vielseitigkeit haben schon mehrere gehabt", sagte der 50-Jährige und zählte etwa Hilde Gerg, seine Schwester Martina Ertl oder Katja Seizinger auf. Das Trio hatte in den 1990er-Jahren für Furore gesorgt.

Wie sie die Dinge angehe, das mache Aicher aber schon "einzigartig", meinte Ertl. Diese Lockerheit, dieses Skigefühl. Er hoffe, dass sich ihre Olympia-Erfolge auch auf den Nachwuchs auswirken. "Die jungen Leute fiebern mit", sagte Ertl.

Bei Instagram folgen Aicher immerhin schon mehr als 100'000 Menschen. Auch so manchen zusätzlichen Sponsor und damit verbunden weitere finanzielle Einnahmen dürften ihre famosen Fahrten in den Dolomiten bringen. War die Piste Olimpia delle Tofane für Aicher etwa die Rampe zur Weltkarriere?

Auf den Spuren der ganz Grossen

Die bislang letzte deutsche Skirennfahrerin, die den Gesamtweltcup gewonnen hat, war 2011 Maria Höfl-Riesch - nach einem dramatischen Duell mit Lindsey Vonn. 2014 setzte sie sich an die Spitze des Abfahrtsklassements. Seit Viktoria Rebensburg - in der Saison 2017/2018 beste Riesenslalomfahrerin - hat keine Deutsche mehr eine Kristallkugel gewonnen.

Schlägt nun Aicher zu? Während sich US-Star Vonn in der Heimat vom Olympia-Drama erholt, will Deutschlands neuer Silber-Star den Schwung von den Spielen mitnehmen und im Weltcup für weiteren Glanz sorgen.

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