Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Die Schweizer Medaillen-Trümpfe zum Olympia-Abschluss
Mit zehn gewonnenen Medaillen nach elf Wettkampftagen befindet sich die Schweizer Delegation an den Winterspielen in Mailand-Cortina im Rahmen der Erwartungen.
Franjo von Allmen, Loïc Meillard, Marco Odermatt und Mathilde Gremaud sorgten bislang in Norditalien für die absoluten Schweizer Olympia-Highlights.
Für die letzte Phase der Spiele hat die Schweiz zahlreiche weitere heisse Eisen im Feuer. Nachfolgend eine Aufstellung von Tag zu Tag.
Ski alpin, Slalom Frauen (Mittwoch)
Die letzte Chance auf eine Medaille für die Schweizer Skifahrerinnen. Auf dem Papier gehören Camille Rast und Wendy Holdener nach ihrem Doppelsieg an der WM im letzten Jahr zu den Topfavoritinnen. Auch in der Weltcup-Disziplinenwertung dieser Saison belegen sie hinter der Dominatorin Mikaela Shiffrin die Plätze 2 und 3. Einziger Haken: Der Slalomhang in Cortina ist sehr einfach und kurz, da gibt es viel Raum für Überraschungen.
Langlauf, Teamsprint Frauen (Mittwoch)
Die wohl letzte Chance auf eine Langlauf-Medaille, nachdem man vor einem Jahr an der WM deren drei geholt hatte. Nach der Enttäuschung im Einzelsprint will Nadine Fähndrich im Teamsprint mit Nadja Kälin zurückschlagen. Sie hat in der Disziplin bereits zwei WM-Medaillen, 2021 Silber mit Laurien van der Graaff, vor einem Jahr Bronze mit Anja Weber.
Aerials, Männer (Donnerstag)
Dank dem letztjährigen Weltmeister Noé Roth und WM-Dritten Pirmin Werner sind die Chancen intakt, dass die Schweiz die erste olympische Aerials-Medaille seit 20 Jahren gewinnt. 2006 war es, als Evelyne Leu in Turin Olympiasiegerin wurde. Davor hatte Colette Brand, Noé Roths Mutter, 1998 in Nagano Bronze geholt.
Skitouren, Männer und Frauen (Donnerstag)
Wie so oft in der Vergangenheit stehen die Schweizer Chancen bei einer neuen olympischen Sportart gut. Im Skitouren-Sprint gehört Marianne Fatton zu den Allerbesten. 2021 und 2025 wurde die Neuenburgerin Weltmeisterin, dazu gab es 2023 WM-Silber. Bei den Männern gibt es dank Arno Lietha (Sprint-Weltmeister 2019) und Jon Kistler (U23-Weltmeister im Sprint 2025) ebenfalls berechtigte Hoffnungen auf einen Medaillengewinn in Bormio. Gleiches gilt für die Mixed-Staffel am Samstag.
Eishockey, Frauen (Donnerstag)
Den Schweizer Eishockeyanerinnen winkt wie vor zwölf Jahren in Sotschi eine Bronzemedaille. Am Donnerstag um 14.40 Uhr trifft das Team von Colin Muller im Spiel um Bronze auf Schweden. Gegen die Skandinavierinnen gewannen die Schweizerinnen drei der letzten vier Länderspiele.
Curling, Männer (Donnerstag/Freitag/Samstag)
Das Team um Skip Yannick Schwaller ist mit sechs Siegen aus sechs Spielen perfekt gestartet. Damit können sie mit dem Halbfinal am Donnerstag planen und im Idealfall da schon die Medaille klar machen. Wenn nicht, hätte man am Freitag im Bronzespiel eine zweite Chance. Der Final findet am Samstag statt.
Skicross, Frauen (Freitag) und Männer (Samstag)
Ryan Regez hat vor vier Jahren in Peking gezeigt, wie es geht. Der Berner Oberländer aus Wengen sicherte sich den Olympiasieg, Silber ging an Teamkollege Alex Fiva. Fanny Smith sorgte mit Bronze dafür, dass die Skicrosser mit einem ganzen Medaillensatz aus China nach Hause kamen.
Bob (Samstag)
Im Bob muss sehr viel zusammen passen, um an den dominanten deutschen und US-amerikanischen Fahrerinnen vorbeizukommen. Die Europameisterinnen Melanie Hasler und Nadja Pasternack haben aber beim Heim-Weltcup in St. Moritz gezeigt, dass sie für eine Überraschung gut sein können. Dafür müssen sie sich aber in den ersten zwei Durchgängen am Freitag gut klassieren, um am Samstag die Medaille angreifen zu können. Gleiches gilt für die Männer im Vierer, wo am Samstag und Sonntag die härtesten Gegner aus Deutschland kommen.
Curling, Frauen (Freitag/Samstag/Sonntag)
Vier WM-Titel hat der Schweizer Skip Silvana Tirinzoni schon in der Tasche, eine Olympia-Medaille fehlt noch. Die Schweizerinnen liegen nach fünf Siegen aus den ersten sieben Spielen auf Kurs Richtung Halbfinal am Freitag und könnten am Sonntag in der zweitletzten Entscheidung der Spiele um Gold spielen.
Eishockey, Männer (Samstag/Sonntag)
Die Schweizer Eishockeyaner setzen sich auch an Olympia hohe Ziele. Nach dem Sieg gegen den Gastgeber Italien trifft der letztjährige WM-Finalist am Mittwochabend - wie vor vier Jahren im Viertelfinal von Peking - auf Finnland. 2022 setzte es im Schlüsselspiel eine Niederlage ab, das Team von Nationaltrainer Patrick Fischer musste abreisen und die Finnen nutzten den Schwung gar zum Olympiasieg.
















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