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Keystone-SDA | Sonntag, 05. April 2026

Die wichtigsten Fakten zur Flandern-Rundfahrt 2026

Mit der Flandern-Rundfahrt geht am Sonntag die Saison der Frühjahresklassiker in die nächste Runde. Die wichtigsten Fakten zum populärsten Eintagesrennen in Belgien im Überblick.

Die Strecke

Die "Ronde van Vlaanderen" ist ein Stück belgisches Kulturgut. Der Start zur 110. Austragung erfolgt in Antwerpen, danach führt die Strecke über 16 gepflasterte Anstiege - die berühmt-berüchtigten Hellinge - und 278 km nach Oudenaarde. Die Anstiege am Oude Kwaremont und Paterberg könnten einmal mehr über den Ausgang des Rennens entscheiden.

Der Favorit

Tadej Pogacar kommt die Rolle als Topfavorit zu. Der Slowene ist schon zweifacher Sieger in Flandern: Er gewann 2023 und im Vorjahr, damals mit einer Minute Vorsprung auf das Verfolger-Trio (Mads Pedersen, Mathieu van der Poel und Wout van Aert). Mit einem weiteren Triumph würde er zu den Rekordsiegern der Flandern-Rundfahrt aufsteigen, zu welchen auch der Berner Fabian Cancellara (2010, 2013, 2014) gehört.

Pogacar ist in Form, das hat er bei seinen bislang erst zwei Saisoneinsätzen eindrücklich gezeigt. Anfang März triumphierte er bei der Strade Bianche, danach entschied er auch erstmals Mailand-Sanremo zu seinen Gunsten. In seinem Palmarès fehlt dem 27-Jährigen von den ganz grossen Eintagesrennen nur noch Paris-Roubaix. Der Pavé-Klassiker im Nordwesten Frankreichs findet heuer am 12. April statt.

Der erste Herausforderer

Mathieu van der Poel gehört zu den sieben Rekordsiegern der Flandern-Rundfahrt, die jeweils dreimal gewannen. Der Niederländer setzte sich in Oudenaarde 2020, 2022 und 2024 durch - also jeweils in den geraden Jahren, womit er heuer wieder an der Reihe wäre. Dazu wurde er zweimal Zweiter (2021 und 2023) und je einmal Dritter (2025) und Vierter (2019). Die letzten Tage vor dem Rennen verbrachte Van der Poel an der Wärme in Spanien. "Es wird sehr schwierig gegen Tadej, aber ich werde mein Bestes geben", so der 31-Jährige.

Der Neuling

Überraschend auch am Start steht Remco Evenepoel. Der 26-jährige Belgier nimmt erstmals am zweiten Monument des Radsport-Jahres teil. Im ursprünglichen Programm sah Evenepoel zwischen der Katalonien-Rundfahrt, die er letzten Sonntag im 5. Rang beendete, und dem Gold Race am 19. April eine Rennpause vor. Noch am Schlusstag in Katalonien sagte der Doppel-Olympiasieger von Paris, dass er seine Pläne nicht ändern und er "die Flandern-Rundfahrt heuer nicht fahren" werde.

Die Schweizer

Der in der jüngeren Vergangenheit am besten klassierte Schweizer in der Flandern-Rundfahrt war meistens Stefan Küng. Heuer jedoch fehlt der Thurgauer, weil er sich Ende Februar bei einem Sturz den linken Oberschenkel brach. Drei Schweizer starten voraussichtlich in Antwerpen: Stefan Bissegger, Johan Jacobs und Silvan Dillier, der als einer der wichtigsten Helfer von Mathieu van der Poel gilt. Auch mit von der Partie ist das Schweizer Team Tudor mit Leader Matteo Trentin.

Die Frauen

Marlen Reusser gab am Mittwoch beim Eintagesrennen "Quer durch Flandern" ihr Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause - und war gleich siegreich. Dass ihr auch die Flandern-Rundfahrt mit ihrer Strecken-Charakteristik liegt, hat die Bernerin in den letzten Jahren mit den Plätzen 5, 7, 9 und 10 gezeigt. Im Rennen der Frauen, das über 164 km führt, präsentiert sich das Finale identisch mit jenem der Männer.

Zwei weitere Schweizerinnen sind am Start: Elise Chabbey und Noemi Rüegg. Beide zeigten sich heuer auf der World Tour wie Reusser schon siegreich. Rüegg gewann im Januar die Tour Down Under und belegte in ihrem letzten Rennen den 2. Platz - bei Mailand-Sanremo hinter Lotte Kopecky. Chabbey ihrerseits triumphierte vor Monatsfrist bei der Strade Bianche. In Flandern allerdings ist die Genferin in erster Linie als Edelhelferin für die Niederländerin Demi Vollering vorgesehen.

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