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Die wichtigsten Fakten zur Handball-EM
Nach dem Triumph am Yellow Cup in Winterthur ist die Schweizer Nationalmannschaft mit guten Gefühlen an die Handball-EM gereist. Die wichtigsten Fakten zum Turnier vom 15. Januar bis 1. Februar.
Schweizer Gegner
Die Schweiz erhielt die Färöer (16. Januar), Slowenien (18. Januar) und Montenegro (20. Januar) zugelost. In der Gruppe D in Oslo sind die Slowenen am höchsten einzustufen. Die Osteuropäer erreichten an den Olympischen Spielen 2024 in Paris den 4. Platz, an der WM 2025 klassierten sie sich unmittelbar vor der Schweiz im 10. Rang. 2004 gewannen sie EM-Silber sowie 2017 WM-Bronze. Allerdings bekunden die Slowenen einiges Verletzungspech. Im Testspiel gegen Kuwait fiel zudem Aleks Vlah, der Top-Star des Teams, aus. Die Schweizer Bilanz gegen die Slowenen ist mit 2:13 Siegen bei einem Unentschieden klar negativ. Der zweite Erfolg liegt allerdings noch nicht lange zurück: Im Mai 2024 gewann die SHV-Auswahl in der WM-Qualifikation in Slowenien 27:26.
Gegen die Färöer haben die Schweizer sämtliche sechs bisherigen Duelle für sich entschieden. Das letzte Aufeinandertreffen liegt allerdings bereits 16 Jahre zurück. Seither ist den Fähringern ein grosser Schritt nach vorne gelungen. Sie nehmen zum zweiten Mal nach der EM 2024 an einem Grossanlass teil. Vor zwei Jahren rangen sie in der Vorrunde Norwegen ein 26:26 ab. Wie damals in Berlin werden sie auch in Oslo von Tausenden von Fans angefeuert. Der wichtigste Spieler in der Mannschaft ist Regisseur Elias Ellefsen a Skipagotu, der wie der Schweizer Kreisläufer Lukas Laube bei der deutschen Top-Mannschaft Kiel tätig ist. Der 23-Jährige hatte zuletzt Schulterprobleme, soll an der EM aber einsatzfähig sein. Einer der beiden Torhüter ist Aleksandar Lacok, der sein Geld bei St. Otmar St. Gallen verdient.
Gegen Montenegro spielten die Schweizer erst einmal, im November 2021, als sie 31:35 verloren. Im Jahr darauf belegte der Balkanstaat an der EM den 11. Rang - die bisher beste Klassierung. Trainiert werden die Montenegriner von der französischen Legende Didier Dinart.
Schmid zu den Gegnern
Nationaltrainer Andy Schmid sagt zu den Gegnern: "Slowenien ist auf dem Papier sicher der Favorit in dieser Gruppe. Es ist eine Mannschaft, die in den letzten Jahren immer wieder Top-Ergebnisse erzielt hat an den Endrunden. Montenegro ist die Wundertüte der Gruppe. Es gibt Tage, an denen sie jeden Gegner vor Probleme stellen können, und andere, an denen sie sich selbst grosse Probleme bereiten. Man kann sie nicht so richtig einschätzen. Die Partie gegen die Färöer ist für uns sicherlich das Schlüsselspiel, soll der Dosenöffner für das ganze Turnier sein. Ich möchte nie auf Understatement machen oder den Gegner gut reden, sondern versuche immer, die Realität zu vermitteln. Die Färöer sind wahrscheinlich jene Nation, die in den letzten drei, vier Jahren die grössten Fortschritte erzielt hat."
Modus
Es gibt sechs Vorrundengruppen. Die ersten zwei Teams jeder Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein; die Punkte aus den Direktbegegnungen werden mitgenommen. Die ersten zwei Mannschaften der beiden Hauptrunden-Gruppen erreichen die Halbfinals.
Schweizer EM-Teilnahmen
Die Schweizer sind zum sechsten Mal nach 2002, 2004, 2006, 2020 und 2024 an einer EM-Endrunde dabei - 2006 waren sie als Gastgeber gesetzt. Die bisher beste Platzierung ist der 12. Rang 2004. Damals nahmen jedoch nur 16 Länder teil, seit 2020 sind es 24 Teams. Nach der Modusänderung bedeutete sowohl 2020 (16.) als auch 2024 (21.) die Vorrunde Endstation. Das soll sich nun ändern.
Die Favoriten des Turniers
Der Topfavorit ist Dänemark, umso mehr, als die Skandinavier Heimvorteil geniessen. Sie treten das ganze Turnier in Herning an. Das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen wurde zuletzt viermal in Serie Weltmeister und gewann 2024 auch Olympia-Gold. An einer EM liegt der letzte Titelgewinn allerdings bereits 14 Jahre zurück. Das dürfte das Starensemble um Welthandballer Mathias Gidsel zusätzlich anstacheln. Als Titelverteidiger tritt Frankreich an. Auch Deutschland darf sich einiges ausrechnen. Rekord-Europameister ist Schweden, das fünfmal Gold geholt hat - zuletzt 2022.
Spielorte
Die EM findet zum zweiten Mal nach 2020 in drei Ländern statt. Neben Dänemark und Norwegen wird auch in Schweden gespielt, und zwar in Malmö und Kristianstad. Sollten die Schweizer die Vorrunde überstehen, würden sie die Hauptrunde in Malmö bestreiten.














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