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Doch noch Gold für Eileen Gu
Die Chinesin Eileen Gu trotzt dem Wetter-Chaos in der Halfpipe und gewinnt doch noch Gold bei den Winterspielen in Mailand-Cortina. Es ist ihre dritte Medaille an diesen Spielen.
Freestyle-Superstar Eileen Gu liess am letzten Tag doch noch alle Kritiker verstummen. Die 22-jährige Chinesin mit US-Wurzeln setzte sich im Halfpipe-Final vor Landsfrau Li Fanghui und der Britin Zoe Atkin durch und holte ihren insgesamt dritten Titel bei Olympischen Spielen. Bei ihren Heimspielen in Peking hatte Gu 2022 zweimal triumphiert.
Gu demonstrierte im Final ihre grosse Klasse. Sie steckte den Sturz im ersten Finallauf weg. Gu sprang in den Finalläufen 2 und 3 fast vier Meter hoch und überzeugte mit schwierigsten Tricks. Nach dem Rennen sank sie zuerst in den Schnee und dann der Mutter in die Arme. "Ich habe es geschafft", sagte sie mit den Tränen in den Augen in die TV-Kameras. Gu gehört zu den schillerndsten Athletinnen im Freestyle und hat mehrere Millionen Follower in den sozialen Netzwerken.
Weniger populär ist Gu in der Schweiz: Wie schon vor vier Jahren spannte Gu kurz vor Olympia Mathilde Gremaud den Trainer (Misra Noto) aus. Im Slopestyle hatte die Schweizerin Gremaud ihrer Rivalin und ihrem Ex-Trainer die Goldmedaille weggeschnappt. Sowohl im Slopestyle als auch in der Big-Air-Konkurrenz hatte sich Eileen Gu mit Silber zufrieden geben müssen.
Wegen schlechten Wetters ist der Halfpipe-Final in Livigno von Samstag auf Sonntag verschoben worden.
















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