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Keystone-SDA | Samstag, 19. September 2026

Ecuador: Polizei sprengt Kokain-Versteck

In Ecuador hat die Polizei in einer nächtlichen Aktion mehr als 1,5 Tonnen Kokain sichergestellt. Um an das unterirdische Versteck nahe der Küstenstadt Manta zu gelangen, setzten die Sicherheitskräfte Sprengstoff ein, wie John Reimberg, der Innenminister des südamerikanischen Landes, auf der Plattform X mitteilte. Der geheime Fundort sei vollständig zerstört worden.

Wie Reimberg weiter ausführte, fand die Polizei insgesamt 1.353 Kokain-Pakete, die in 55 Jutebeuteln versteckt waren. Was den Wert der illegalen Ware betrifft, liegen unterschiedliche Informationen vor. Während Reimberg diesen mit umgerechnet über 55,7 Millionen Euro bezifferte, geht die Polizei in einer Pressemitteilung von 39,6 Millionen Euro aus. Die Behörde sprach von einem "schweren Schlag gegen die Finanzen und die kriminellen Strukturen des Drogenhandels".

Die Aktion fand während einer der nächtlichen Ausgangssperren statt, die seit wenigen Tagen in mehreren Provinzen Ecuadors gelten. Dadurch will die Regierung von Präsident Daniel Noboa den Kampf gegen organisierte kriminelle Gruppen intensivieren. An den ersten beiden Tagen der Ausgangssperren seien bereits 150 Personen verhaftet worden, wie Reimberg dem TV-Sender Teleamazonas sagte.

Transitland im Drogenhandel

Ecuador ist zu einem wichtigen Transitland für Kokain aus Nachbarstaaten wie Kolumbien und Peru geworden. Erst vor knapp zwei Wochen konnte die Polizei im Hafen von Machala mehr als zwei Tonnen Kokain konfiszieren, das sich in Bananenkisten für den Export nach Schweden befand.

Im April dieses Jahres hatten Ermittler am Hamburger Hafen in einem mit Bananen beladenen Container aus Ecuador geschmuggeltes Kokain im Wert von rund 30 Millionen Euro entdeckt, das in 1.600 Paketen verpackt war.

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