Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Ein Fest für die wiederentdeckte St. Galler Stadtheilige Wiborada
Vor 1100 Jahren ist die Inklusin Wiborada in ihrer Zelle erschlagen worden. Am 2. Mai findet in St. Gallen ein Jubiläumsfest zu ihrem Todestag statt. Gefeiert wird die erste Frau, die heilig gesprochen wurde. Später geriet sie in Vergessenheit.
2026 findet der vorläufige Abschluss der vor mehreren Jahren gestarteten Wiederentdeckung der St. Galler Stadtpatronin Wiborada statt. Seit 2021 halten sich in ihrem Gedenken immer wieder Inklusinnen und Inklusen in einer provisorischen Zelle bei der St. Mangen-Kirche auf.
Dort lebte Wiborada, bis sie 926 von den einfallenden Ungarn erschlagen wurde. Geplant ist nun am 2. Mai - ihrem Todestag - ein grosses Fest auf dem St. Mangen-Areal. Zum Begleitprogramm gehört "eine kritisch-historische Veranstaltungsreihe" sowie ein neues Lehrmittel für die Schule.
Am Fest werde ein eigens gebrautes "Wiborada-Fenchelbier" ausgeschenkt, heisst es in den Ankündigungen (www.wiborada-ist-da.ch). Es gibt einen Festakt mit Lesungen sowie eine Bühne, auf der unter anderem Velvet Two Stripes oder die Frauestriichmusig auftreten. Am 5. Mai startet dann im Palace im Rahmen der "Erfreulichen Universität" eine Veranstaltungsreihe zur Frage, "Wer war Wiborada wirklich - und was passiert, wenn man eine mittelalterliche Frau zur Heldin macht?"

















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