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Ein leiser Abschied von Colin Muller nach dem Olympia-Coup
Während die Schweizer Eishockey-Männer im Hinblick auf die Heim-WM mitten in der Vorbereitungsphase stecken, lässt das Frauen-Nationalteam die Olympia-Saison deutlich gemächlicher ausklingen.
Zum Abschluss der sechsjährigen Ära von Nationaltrainer Colin Muller stehen am Donnerstag in Kaufbeuren und am Samstag in Augsburg zwei Testspiele gegen Deutschland auf dem Programm.
Der Kontrast könnte kaum grösser sein: Während der vorzeitige Abgang von Patrick Fischer infolge der "Covid-Affäre" für beträchtlichen medialen Wirbel sorgt, vollzieht sich der Wechsel bei den Frauen fast im Stillen. Muller tritt auf dem Höhepunkt ab, nachdem er das Team im Februar zum Gewinn der Olympia-Bronzemedaille in Mailand geführt hat. Es ist ein Abgang ohne grosses Spektakel, der ganz dem Naturell des besonnenen Schweiz-Kanadiers entspricht.
Für seine letzten Partien setzt Muller bereits auf die Zukunft und hat ein junges Team mit vielversprechenden Nachwuchsspielerinnen zusammengestellt. Einzig die 18-jährige Laure Mériguet gehörte im Februar dem erfolgreichen Olympia-Kader an.
Wer die Nachfolge von Muller antritt, ist noch offen. Der Verband muss für die kommende Weltmeisterschaft im November in Dänemark noch eine Lösung präsentieren.

















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