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Einsatz gegen Russlands Schattenflotte - Italien kontrolliert Tanker
Ein italienisches Marineschiff hat im zentralen Mittelmeer einen Öltanker überprüft, der der sogenannten russischen Schattenflotte zugerechnet wird. Dabei sei kontrolliert worden, ob das Schiff berechtigt sei, wie geschehen unter der Flagge Kameruns zu fahren, teilte das Verteidigungsministerium in Rom mit. Italienische Soldaten enterten den Tanker "Toa Payoh" für die Kontrolle.
Der Tanker war den Angaben zufolge Mitte Juli vom Hafen Cotonou im westafrikanischen Benin mit Ziel Istanbul ausgelaufen. Das Schiff wurde westlich der kleinen Insel Pantelleria in internationalen Gewässern gestoppt. Die italienische Mittelmeerinsel liegt zwischen Sizilien und der tunesischen Küste.
Mit der russischen Schattenflotte sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt. Die Militäroperation Eunavfor Med Irini ist seit 2020 im Mittelmeer aktiv.
Nach Angaben des Ministeriums verweigerte der Kapitän des Tankers zunächst die Zusammenarbeit. Daraufhin wurde ein Team der Marine per Hubschrauber von dem italienischen Marineschiff "Thaon di Revel" auf den Tanker gebracht, um die Kontrolle durchzuführen. Die Kontrolle dauerte etwa zwei Stunden.
Unterstützt wurden die italienischen Soldaten von einem griechischen Schiff und einem polnischen Seeaufklärungsflugzeug, wie das Ministerium weiter mitteilte. Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto bedankte sich bei den an dem Einsatz beteiligten Soldaten. Die bei der Kontrolle gewonnenen Informationen und Unterlagen würden derzeit noch ausgewertet, hiess es.

















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