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Keystone-SDA | Freitag, 07. August 2026

Elf Kurden nach Ausschreitungen am türkischen Kinderfest verurteilt

Das Strafgericht hat am Freitag elf Männer wegen Ausschreitungen am türkischen Kinderfest in Basel im Jahr 2022 verurteilt. Das Gericht sprach mehrheitlich bedingte Freiheitsstrafen aus. Drei weitere Angeklagte wurden freigesprochen.

Die elf Männer wurden mit einer Ausnahme sowohl wegen Angriffs als auch wegen Landfriedensbruchs verurteilt. Das Strafgericht Basel-Stadt sprach grösstenteils bedingte Freiheitsstrafen zwischen 9 und 23 Monaten aus.

Zwei der elf Männer erhielten teilbedingte Freiheitsstrafen. Sie bekamen 34 respektive und 36 Monate, wovon sie sechs respektive acht Monate im Gefängnis verbüssen müssen. Auf Landesverweisungen verzichtete das Gericht. Einzelne Urteile umfassten auch einfache sowie versuchte schwere Körperverletzung.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die elf Männer für die Ausschreitungen am türkischen Kinderfest am Basler Marktplatz verantwortlich waren.

"Sie haben den kurdisch-türkischen Konflikt nicht nur nach Basel getragen, sondern diesen auch gewaltsam auf offener Strasse ausgetragen", sagte der Gerichtsvorsitzende bei der Urteilsverkündung. Er sprach von einer Gewaltorgie. Als Beweismittel dienten rund 200 Videos und Fotos.

Die drei Freisprüche erfolgten, weil das Gericht es als erwiesen ansah, dass die drei Männer erst nach den Ausschreitungen am Tatort eintrafen. Von den Vorwürfen der Schreckung der Bevölkerung und der Sachbeschädigung sprach das Gericht alle Angeklagten frei.

Aus anderen Kantonen

Bei der Befragung im Rahmen der Hauptverhandlung im Juni sagten die meisten der Angeklagten, aus politischen Gründen aus der Türkei geflüchtet zu sein und in der Schweiz um Asyl gebeten zu haben. Sie bestritten jedoch, aktiv bei der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) mitgewirkt zu haben oder machten dazu keine Aussagen.

Die Männer im Alter von 26 bis 40 Jahren wohnen in verschiedenen Kantonen. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, am 8. Mai 2022 die türkischen Feiernden beschimpft, bedroht und mehrere Personen verletzt zu haben. Dabei hätten sie Absperrgitter um sich geworfen und unter anderem mit einem Schirm und einem Kuchenblech sowie mit Fäusten zugeschlagen.

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