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Elfenbeinküste in Kanada ohne Wahi - Verdacht auf Spielmanipulation
Die Elfenbeinküste muss mindestens im nächsten WM-Gruppenspiel ohne Elye Wahi auskommen. Dem ivorischen Nationalspieler wird die Einreise nach Kanada vor der Partie gegen Deutschland verweigert.
Wie der ivorische Verband mitteilte, wird der 23-jährige Stürmer nicht mit der Delegation nach Kanada reisen. Dort trifft das Team von Trainer Emerse Faé am Samstag (22.00 Uhr) in Toronto auf Deutschland. "Tatsächlich konnten die für seine Einreise nach Kanada erforderlichen behördlichen Genehmigungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeholt werden", teilte der Verband auf der Plattform X weiter mit. "Elye Wahi wird daher in den Vereinigten Staaten bleiben und auf die Rückkehr der Mannschaft warten."
Verdacht auf Spielmanipulation
Ob ein Zusammenhang wegen möglicher Manipulationsvorwürfe besteht, blieb zunächst offen. Der Verband habe zwar "Kenntnis von den verschiedenen Artikeln und Informationen genommen", die über den Nationalspieler veröffentlicht worden seien, hiess es. Aber: "Bis zum heutigen Tag liegen dem Verband keine gerichtlichen oder behördlichen Verfahren vor, die ihn betreffen." Wahi bleibe ein wichtiger Bestandteil des Nationalteams.
Der im Januar von Eintracht Frankfurt an den französischen Erstligisten Nice verliehene Wahi war vor seiner WM-Reise offenbar in Frankreich zeitweise in Polizeigewahrsam gekommen. Die Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa, dass ein 23-jähriger Fussballer am 29. Mai wegen des Verdachts auf bandenmässigen Betrug, bandenmässige Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche festgenommen wurde. Nach der Vernehmung sei der Spieler aber wieder auf freiem Fuss, die Ermittlungen liefen weiter, so die Staatsanwaltschaft.
Absichtliche Gelbe Karte?
Zunächst hatte "The Athletic" über den Fall berichtet. Konkret geht es um einen Vorfall im französischen Erstliga-Spiel am 17. Mai, berichtete das Sportmagazin der New York Times. Wahi steht demnach unter Verdacht, beim Duell mit dem FC Metz absichtlich eine Gelbe Karte kassiert zu haben. Die französische Liga teilte mit, dass ihr mit Blick auf das Spiel untypische Vorgänge bei internationalen Sportwetten gemeldet worden seien. Ungewöhnlich viel sei auf eine Verwarnung von Wahi gesetzt worden. Die Liga schaltete die französische Justiz ein.
Wahi konnte mit seinem Nationalteam nach Amerika reisen. Beim 1:0-Sieg gegen Ecuador stand der Stürmer in der Startelf.

















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