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Ems-Chemie mit weniger Umsatz aber starkem Neugeschäft
Der Spezialchemiekonzern Ems-Chemie hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zwar weniger umgesetzt, trotzte der schlechten Konjunktur aber mit vielen Neugeschäften. Die Prognose für das laufende Jahr wird bestätigt.
In den Monaten Januar bis März sanken die Verkäufe bei Ems-Chemie um 6,6 Prozent auf 487 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Erwartungsgemäss schmälerte der starke Schweizer Franken die Entwicklung - der Währungseffekt lag bei minus 7,3 Prozent.
Der Absatz und das Betriebsergebnis (EBIT) hätten jedoch über den Vorjahreswerten gelegen, betonte das Unternehmen. Denn die Ems habe erneut zahlreiche und profitable Neugeschäfte realisiert. Besonders erfreuliche habe sich die Nachfrage nach energie- und kostensparenden Gesamtlösungen entwickelt.
Gleichzeitig hätten steigende Energie- und Rohstoffpreise Verkaufspreisanpassungen "unumgänglich" gemacht. Im Nahen Osten unterhalte die Gruppe aber keine Geschäftsbeziehungen.
Die Erwartungen der Analysten hat Ems-Chemie mit der Zahlenvorlage verfehlt. Gewinnzahlen gibt das Unternehmen zum ersten Quartal jeweils nicht bekannt.
Prognose bestätigt
Für das laufende Jahr geht Ems unverändert von einem währungsbedingten Nettoumsatz unter Vorjahreshöhe aus und einem leicht steigenden Betriebsergebnis (EBIT).
Der Nahost-Krieg löse aber weltweit eine allgemeine Verunsicherung aus. Und die stark eingeschränkte Ausfuhr von Öl und Gas beeinträchtige zunehmend die globalen Lieferketten, was zu Versorgungsengpässen und höheren Preisen bis zum Konsumenten führen könnte.
Bezüglich der eigenen Geschäftsaussichten zeigt sich die Gruppe aber zuversichtlich und sieht Chancen für ein überproportionales Wachstum. Denn mit den steigenden Energiekosten bei den Kunden ergäben Chancen für die eigenen Lösungen für Metallersatz und Energieeinsparungen. Die Strategie des Wachstums mit Spezialitäten werde "konsequent" fortgeführt.
Im Geschäftsjahr 2025 hatte Ems-Chemie einen Umsatz von 1,95 Milliarden Franken eingefahren. Der Betriebsgewinn (EBIT) kam bei 567 Millionen Franken zu liegen.
















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