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Ende August geht in Freiburg ein Walfisch-Umzug über die Bühne
Ende August geht in Freiburg ein Wal auf Reisen. Kein lebendiger natürlich, sondern das elf Meter lange, 1650 Kilo schwere und über 170 Jahre alte Präparat, das zu den Attraktionen des Naturhistorischen Museums gehört. Es zieht an den neuen Standort des Museums.
Die Reise vom alten zum neuen Ort an der Zeughausstrasse ist mit rund 600 Metern vergleichsweise kurz, dürfte es aber in sich haben. Die Museumsverantwortlichen sprachen am Dienstag laut Mitteilung von einer "konservatorischen, technischen und logistischen Herausforderung sondergleichen". Weil die Platzverhältnisse eng sind, braucht es Öffnungen im Mauerwerk, um das Präparat bewegen zu können.
Die Arbeiten am neuen Museumsstandort an der Zeughausstrasse sind aktuell noch im Gang. Das historische Gebäude wird renoviert und aufgestockt. Ab Ende 2028 soll es eine komplett neue Dauerausstellung beherbergen. Dafür müssen weit über tausend Objekte der Sammlungen vorbereitet, restauriert, verpackt und gezügelt werden. Der Wal zieht als erstes der Objekte ins neue Museum.
Das 1852 in Le Havre in Frankreich gestrandete Tier gelangte 1882 auf abenteuerlichen Wegen in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in Freiburg, wie die Institution in ihrer Mitteilung schreibt. Das historische Präparat sei eines von sehr wenigen vergleichbaren Objekten weltweit.
Die Walfisch-"Züglete" soll Ende August stattfinden. Das genaue Datum steht noch nicht fest. Der Wal verfügt bereits über Umzugserfahrung: schon 1897, beim Umzug des Naturhistorischen Museums ab seinen heutigen Standort im Pérolles-Quartier bereitete das Präparat den damaligen Museumsverantwortlichen einiges an Kopfzerbrechen.
Die Freiburger Stimmberechtigten sagten 2023 deutlich ja zu einem Kredit von 65,5 Millionen Franken für den Umzug des Museums ins ehemalige Zeughaus.

















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