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Energieagentur warnt vor Abhängigkeit bei kritischen Rohstoffen
Angesichts zunehmender Risiken bei der Versorgung mit kritischen Rohstoffen hat die Internationale Energieagentur (IEA) die Industriestaaten zu Massnahmen für vielfältige und widerstandsfähige Lieferketten aufgerufen.
In einem zunehmend komplexen geopolitischen Umfeld seien kritische Mineralien in den Vordergrund der Energie-, Wirtschafts- und nationalen Sicherheitsagenda der Länder gerückt, betonte die IEA in ihrem Jahresbericht zur globalen Versorgung mit kritischen Rohstoffen. Dabei habe sich die geografische Konzentration der Mineralien-Lieferketten weiter verstärkt.
In den letzten zwei Jahren entfielen auf die führenden Verarbeiter dieser Rohstoffe - Indonesien bei Nickel und China bei anderen wichtigen Energiemineralien - mehr als drei Viertel des gesamten Wachstums bei der Verarbeitung. Auf mehreren Märkten, darunter Mangan, Nickel und Graphit, stamme praktisch das gesamte Angebotswachstum in diesem Zeitraum von dem jeweils marktbeherrschenden Anbieter, teilte die IEA in Paris mit. Exportbeschränkungen führten inzwischen dazu, dass diese hohe Konzentration zu einer wirtschaftlichen Herausforderung werde.
Staatliche Massnahmen zahlen sich aus
Es zahle sich allerdings aus, dass Regierungen eine aktivere Rolle bei der Unterstützung des Ausbaus und der Diversifizierung der Versorgung mit kritischen Mineralien übernähmen, etwa mit öffentlichen Finanzzusagen. Bei der Veredelung von seltenen Erden führten neue Projekte in den USA und Produktionssteigerungen in Malaysia dazu, dass der Marktanteil des führenden Anbieters sinke.
"Unsere jüngste Analyse zeigt, dass enorme wirtschaftliche Werte von relativ geringen Mengen kritischer Mineralien abhängen, deren Lieferketten nach wie vor stark konzentriert und daher anfällig sind", sagte IEA-Direktor Fatih Birol. "Dennoch gibt es ermutigende Anzeichen für Fortschritte - unter anderem in den Lieferketten für seltene Erden -, wo gezielte politische Massnahmen und Investitionsförderung allmählich Wirkung zeigen."
Auch wenn eine diversifizierte Versorgung mit höheren Kosten verbunden sein könnte, lasse sich dies in Zeiten geopolitischer Unsicherheit als eine Form der wirtschaftlichen Absicherung gegen erhebliche Versorgungsrisiken betrachten.

















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